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Einmal auf die unverdächtige Email geklickt - der Anhang klang ja so interessant- und schon haben Gauner Zugang zu den eigenen Passwörtern oder spionieren den Computer aus.

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Dreiste Phishing-Betrugsmasche mit Bankkunden

Einmal auf die unverdächtige Email geklickt – der Anhang klang ja so interessant - und schon haben Gauner Zugang zu den eigenen Passwörtern oder spionieren den Computer aus. Jetzt haben es die Phishing-Betrüger zunehmend auf Bankkunden abgesehen.

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Von
  • Achim Winkelmann

Der Anruf, der Heike Borst an einem Samstagnachmittag auf ihrem Handy erreichte kam der Neu-Kitzingerin so gar nicht verdächtig vor. Schließlich hatte ihr Telefon die Nummer ihrer langjährigen Bank, der Sparkasse Bad Neustadt, angezeigt. Ein Mann gab sich als Bankmitarbeiter aus, sagte jemand habe 7.000 Euro von ihrem Konto abheben wollen. Er erzählte, er sitze in einer Sicherheitszentrale der Bank in Köln und brauche „jetzt sofort“ eine Bank-TAN-Nummer, um die angeblich falsche Überweisung rückgängig zu machen.

Schnell Konto sperren lassen

Heike Borst übermittelte dem angeblichen Bankmitarbeiter die gewünschte Nummer. „Alles klar, ich rufe Sie gleich wieder an“, so seine kurzangebundene Antwort. Dann aber kam ihr die Sache doch faul vor, und sie ließ ihre Bank-Karte und das dazugehörige Konto sperren. Offenbar gerade noch rechtzeitig. Wahrscheinlich durch die schnelle Sperrung wurde kein Geld abgehoben.

Große Schadenssummen in Haibach und Hösbach

Andere Unterfranken hatten zuletzt weniger Glück. So wurde in Haibach ein Rentner auf eine angebliche Seite seiner Hausbank gelockt. Die unbekannten Täter überredeten ihn zu einer Überweisung von mehreren tausend Euro, das Geld wurde auf ein Konto in Litauen umgeleitet. In Hösbach ergaunerte eine Phishing-Betrügerin mit einer ähnlichen Aktion sogar 36.000 Euro. Die angebliche Bankmitarbeiterin kannte dabei sogar den Kontostand ihres Opfers und weitere Daten.

Auf verdächtige E-Mails achten

Solche Betrugsfälle mit Bankkunden haben zuletzt zugenommen, so die Polizei. In der Regel geht dieser Betrugsmasche eine sogenannte Phishing E-Mail voraus. Diese E-Mail enthält zumeist einen Bezug in der Betreffzeile, der das Interesse des Empfängers wecken soll. In manchen Fällen scheint die Nachricht auch von einem bekannten Absender zu stammen. Öffnet der Adressat die verknüpfte Anlage, so ermöglicht er den Tätern vollen Einblick in seinen E-Mail Verkehr und alle Daten und Dokumente, die er über das Endgerät, mit dem er den Anhang geöffnet hat, abruft.

Weitere Ratschläge der Polizei

Das Polizeipräsidium Unterfranken rät deshalb:

Überprüfen Sie bei E-Mails immer den Absender, bevor sie einen Anhang öffnen

• Bei Zweifeln an den Angaben oder der Identität von vermeintlichen Bankmitarbeitern, tätigen sie zunächst einen Rückruf unter der ihnen bekannten Telefonnummer ihres Geldinstituts.

• Überprüfen Sie die übermittelten Angaben zur Transaktion der durch Sie generierten TAN-Codes vor der Eingabe in das Überweisungsformular.

• Achten Sie auf die genaue Bezeichnung in der Adresszeile der Homepage Ihrer Bank.

• Übermitteln sie niemals TAN-Codes an andere Personen.

• Wenden Sie sich im Verdachtsfall an Ihre Polizei.

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