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Dreiste Betrüger: Die alte Masche zieht nach wie vor | BR24

© dpa/pa, Christin Klose

Eine ältere Frau steht in einer Wohnung und öffnet die Haustür

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    Dreiste Betrüger: Die alte Masche zieht nach wie vor

    Die Polizei warnt regelmäßig vor Betrugsmaschen, doch nach wie vor haben anscheinend Täter leichtes Spiel, um Bargeld oder Schmuck von Senioren zu erbeuten. Fast täglich berichtet die Polizei über neue Fälle.

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    Diesmal berichtet die Nürnberger Polizei von zwei Fällen besonders dreister Diebesmaschen: Einmal ein Schmuckraub und ein Betrugsfall bei einem Blinden, der eigentlich nur spenden wollte.

    Der vorgetäuschte Wasserrohrbruch

    Schmuck im Wert von mehr als 20.000 Euro haben falsche Handwerker von einer Senioren in der Nürnberger Innenstadt (Himpfelshof) erbeutet. Sie verschafften sich gegen 15.15 Uhr Zutritt zu ihrer Wohnung unter dem Vorwand, in dem Haus habe es einen Wasserrohrbruch gegeben. Während ein als Handwerker bekleideter Betrüger die Frau im Bad beschäftigte, drang nach Polizeiangaben ein Komplize in das Schlafzimmer der Seniorin ein und stahl den geerbten Goldschmuck.

    Spendensammlung wird zum Datenklau

    Bereits gestern (Dienstag, 17.11.20) wurde ein blinder Mann in Katzwang Opfer eines Betrügers. Er wurde vor einem Discounter in Katzwang angesprochen, dass Geld für eine gemeinnützige Organisation gesammelt werden sollte. Der Betrüger gab dabei an, dass er kein Bargeld annehmen dürfe und ließ sich die Kreditkarte des Opfers aushändigen. Diese schob er in ein Lesegerät und kopierte dabei offensichtlich die Daten. Später bemerkte der Blinde, dass mit missbräuchlich mit seinen Kreditkartendaten bezahlt wurde.

    In beiden Fällen sucht die Polizei Zeugen bzw. weitere Geschädigte, die auf die Methoden hereingefallen sein könnten. Sie sollen sich bitte unter der Telefonnummer 0911 2112 - 3333 melden. Des weiteren warnt die Polizei vor den dreisten Betrügern und rät keine Handwerker in die Wohnung zu lassen, die man nicht selbst bestellt hat.

    Weitere Informationen gibt es auf einer speziellen Internetseite der Polizei.

    Die Polizei spricht von verschiedenen Tricks. Die Opfer sind meist ältere Menschen:

    • Der Glas Wasser-Trick:

    Täterinnen täuschen Schwangerschaft, Übelkeit oder die Notwendigkeit einer Arzneimitteleinnahme vor und bitten um ein Glas Wasser.

    • Der Papier- und Bleistift-Trick

    Täter oder Täterinnen wollen für angeblich nicht angetroffene Nachbarn eine Nachricht hinterlassen. Dazu fragen sie nach Schreibzeug sowie Papier und drängen auf eine Schreibunterlage in der Wohnung oder bitten das Opfer, die Nachricht selbst zu erfassen.

    • Der Blumen- oder Geschenkabgabe-Trick

    Täter oder Täterinnen wollen für angeblich nicht angetroffene Nachbarn Blumen oder ein Geschenk abgeben. Dabei drängen sie darauf, die Blumen zu versorgen oder das Geschenk selbst zu verwahren.

    Weitere vorgetäuschte Notlagen verbinden sich mit der Bitte,

    • wegen eines Wasserschadens im Haus nach einem Rohrbruch in der Wohnung suchen zu dürfen
    • auf dem Balkon seinen entflogenen Vogel oder sein entlaufenes Kätzchen einfangen zu dürfen
    • wegen einer Autopanne, eines Unfalls oder einer Erkrankung das Telefon benutzen zu dürfen
    • die Toilette benutzen zu dürfen
    • ein Baby wickeln oder füttern zu dürfen.

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