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Dreifachmord in Starnberg – Zwei junge Männer angeklagt | BR24

© BR/Frank Jordan
Bildrechte: Arne Dedert/dpa/dpa-Bildfunk

In Starnberg sind vor rund einem Jahr ein Ehepaar und ihr Sohn ermordet worden. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft zwei junge Männer angeklagt. Die Vorwürfe: Mord, besonders schwerer Raub und Verstoß gegen das Kriegswaffenkontroll- und Waffengesetz.

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Dreifachmord in Starnberg – Zwei junge Männer angeklagt

In Starnberg sind vor rund einem Jahr ein Ehepaar und ihr Sohn ermordet worden. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft zwei junge Männer angeklagt. Die Vorwürfe: Mord, besonders schwerer Raub und Verstoß gegen das Kriegswaffenkontroll- und Waffengesetz.

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Mehr als ein Jahr nach der Ermordung von Eltern und ihrem Sohn in Starnberg hat die Staatsanwaltschaft München II zwei junge Männer angeklagt. Sie wirft ihnen Mord, besonders schweren Raub sowie Verstoß gegen das Kriegswaffenkontroll- und Waffengesetz vor. Nach dem Willen der Anklagebehörde sollen sich die beiden 19 und 20 Jahre alten Männer vor der Jugendkammer des Landgerichts München II verantworten.

Anklage: Freund erschoss die Familie

Die beiden mutmaßlichen Täter waren mit dem 21 Jahre alten Sohn der Familie befreundet. Der 20-Jährige soll mit seinem Freund noch den Abend verbracht haben - ehe er ihn und die Eltern erschoss. Um die Tat zu vertuschen, soll er eine Pistole so neben dem toten Freund drapiert haben, dass es aussah, als habe dieser erst seine Eltern und dann sich selbst getötet.

Komplize fuhr Täter zum Tatort

Der 19-Jährige soll den 20-Jährigen zu der Familie gefahren haben. Die Staatsanwaltschaft glaubt, dass er während der Tat in der Nähe gewartet und ihn anschließend wieder abgeholt hat. Nach der Tat nahmen die beiden laut Anklagebehörde gemeinsam mehrere voll- und halbautomatische Schuss- sowie Kriegswaffen aus dem Besitz des Sohnes mit.

Polizei fand die Toten

Eine Polizeistreife hatte die Leichen der 60 Jahre alten Frau und ihres 64 Jahre alten Mannes sowie des Sohnes am 12. Januar entdeckt, nachdem die Tochter sich Sorgen gemacht hatte. Der 21-Jährige wurde in dessen Zimmer entdeckt. Er starb wie seine Eltern durch einen Kopfschuss; eine von zwei gefundenen Pistolen lag direkt neben ihm. Zunächst wurde deshalb tatsächlich vermutet, dass er zuerst die Eltern und dann sich selbst erschoss. Allerdings fehlte ein Abschiedsbrief - eine der Ungereimtheiten, die die Ermittler stutzig machten.

Waffen führten zu mutmaßlichem Täter

Ermittlungen zu den am Tatort gefundenen Pistolen führten dann über den Ausbildungsbetrieb des Sohnes zu dem nun Tatverdächtigen. Knapp zwei Wochen nach der Tat wurde die Wohnung des 20-jährigen Beschuldigten durchsucht, die Ermittler fanden eine Vielzahl an Waffen sowie Munition. Die weiteren Ermittlungen konnten den Tatverdacht gegen ihn und seinen Freund erhärten.

20-Jähriger gesteht Tat

Der 20 Jahre alte Mann hatte nach seiner Festnahme damaligen Angaben der Polizei zufolge die Tat gestanden. Er und der 19-Jährige sitzen seither in Untersuchungshaft. Beiden wirft die Staatsanwaltschaft auch zwei bewaffnete Raubüberfalle auf Verbrauchermärkte mit insgesamt einigen Tausend Euro Beute vor. Nun muss die Jugendkammer des Landgerichts München II über die Eröffnung des Verfahrens entscheiden.

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