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Gerolzhofen: Bürgerentscheid zu Baugebiet fehlten drei Stimmen | BR24

© Achim Winkelmann/BR-Mainfranken

Das Baugebiet Nützelbach II südlich von Gerolzhofen im Landkreis Schweinfurt wird wie geplant kommen. Das ist das Ergebnis des gestrigen Bürgerentscheids. Die Wahlbeteiligung war mit 37 Prozent für viele überraschend hoch.

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Gerolzhofen: Bürgerentscheid zu Baugebiet fehlten drei Stimmen

Das Baugebiet Nützelbach II südlich von Gerolzhofen im Landkreis Schweinfurt wird wie geplant kommen. Das ist das Ergebnis des gestrigen Bürgerentscheids. Die Wahlbeteiligung war mit 37 Prozent für viele überraschend hoch.

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Die Gegner des Baugebiets Nützelbach II haben zwar eine Mehrheit errungen. Letztlich fehlten aber gerade einmal drei Stimmen für die Gültigkeit des Entscheids. Dem vorläufigen Endergebnis zufolge stimmten 1.117 Wahlberechtigte (53,7 Prozent) gegen das Baugebiet, 964 Wählerinnen und Wähler (46,3 Prozent) stimmten für Nützelbach II. Weitere sechs Stimmen waren ungültig. Damit der Entscheid rechtlich gültig gewesen wäre, hätten als zweite Voraussetzung 20 Prozent der 5.602 Stimmberechtigten dem Bürgerbegehren zustimmen müssen. Dieses notwendige Quorum von 1.120 Ja-Stimmen wurde damit knapp nicht erreicht.

Bürgermeister: Ergebnis unbefriedigend für alle Seiten

Bürgermeister Thorsten Wozniak wertete das Ergebnis als "unbefriedigend für alle Seiten". Wozniak: "Das macht niemanden richtig glücklich. Ich hätte mir ein deutlicheres Ergebnis gewünscht – egal in welche Richtung." Das Ergebnis bedeutet nun für ihn, dass der Beschluss des Stadtrats weiter gilt und das Baugebiet entwickelt wird.

CSU: "Viele Impulse für Stadtentwicklung erhalten"

Auch der Vorsitzende der CSU-Fraktion Arnulf Koch bezeichnete das Ergebnis als bitter. Auch wenn das Baugebiet nun komme, habe die Kommunalpolitik von den Initiatoren viele Impulse für die Entwicklung der Innenstadt erhalten. Die Strategie müsse jetzt sein, Innen- und Außenentwicklung voranzutreiben, so der CSU-Fraktionsvorsitzende.

Hoffnung auf angestoßene Diskussion

Mario Döpfner, einer der drei Initiatoren des Bürgerentscheids, zeigte sich zwar enttäuscht vom knappen Ergebnis und kündigte an, die abgegebenen gültigen und ungültigen Stimmen nochmals zu überprüfen. Er hoffe aber, dass die Initiative eine Diskussion für die Entwicklung der Stadt angestoßen habe, die weitergeführt werde.