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Drei Männer wegen Schutzgelderpressung verhaftet | BR24

© picture-alliance/dpa

Polizeifahrzeuge im Einsatz

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    Drei Männer wegen Schutzgelderpressung verhaftet

    Ein 46-jähriger Aschaffenburger ist von drei Männern bedroht und um Schutzgeld erpresst worden. Seit Samstag befindet sich das Trio in Untersuchungshaft. Die Ermittler sehen bislang keinen Grund, den bedrohten Mann besonders zu schützen.

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    Seit Samstag befinden sich drei Männer unter anderem wegen versuchter räuberischer Erpressung in Untersuchungshaft. Ihnen wird vorgeworfen, einen 46-jährigen Aschaffenburger mit dem Tode bedroht und von ihm Schutzgeld gefordert zu haben. An der Festnahmeaktion und den anschließenden Durchsuchungsmaßnahmen waren Einsatzkräfte und Spezialeinsatzkommandos aus Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen beteiligt.

    Opfer meldet sich bei der Kriminalpolizei

    Am vergangenen Freitag, kurz nach Mitternacht, meldete sich der 46-Jährige bei der Kriminalpolizei Aschaffenburg und erklärte, erpresst zu werden. Nachdem er bereits zweimal Schutzgeld gezahlt gehabt hätte, sollte er nun 10.000 Euro zahlen. Falls er nicht zahle, so die Erpresser, würde er umgebracht werden. Bislang sehen die Ermittler keinen Grund, den bedrohten Mann besonders zu schützen. Es gebe keine Hinweise auf eine erhöhte Gefährdungslage des 46-Jährigen, sagte ein Polizeisprecher.

    Ermittler identifizieren die Erpresser

    Den Ermittlern gelang es schnell, drei dringend Tatverdächtige zu identifizieren. Es handelt sich um einen 30-Jährigen aus Aschaffenburg und zwei Männer im Alter von 32 und 43 Jahren, die in Frankfurt wohnen. Alle drei waren bereits wegen unterschiedlichen, teils schweren Gewaltdelikten polizeibekannt. Darüber hinaus kann der aus Aschaffenburg stammende Beschuldigte nach vorliegenden Erkenntnissen dem Rockermilieu zugeordnet werden.

    Festnahmen in Aschaffenburg und Frankfurt

    Ein Spezialeinsatzkommando aus Nordbayern nahm den 30-jährigen Beschuldigten vorläufig fest, nachdem ihm die geforderten 10.000 Euro am Aschaffenburger Hauptbahnhof übergeben worden waren. Verletzt wurde bei der Festnahmeaktion niemand. Das Bargeld wurde sichergestellt. Die anderen beiden Tatverdächtigen wurden am Freitagabend an ihrer Wohnadresse in Frankfurt durch ein eigens dafür angefordertes Spezialeinsatzkommando aus Köln festgenommen.

    Durchsuchungen fördern Geld und Drogen zu Tage

    Die anschließenden Wohnungsdurchsuchen bei den Beschuldigten brachten zwei Schreckschusswaffen, größere Mengen Rauschgift und Bargeld zum Vorschein. Die Kriminalbeamten aus Aschaffenburg und Hessen stellten unter anderem mehr als 700 Gramm Kokain, rund 300 Gramm Marihuana, knapp 17 Gramm Amphetamin sowie insgesamt rund 66.000 Euro sicher, die mit großer Wahrscheinlichkeit aus vorangegangenen Straftaten stammen könnten.

    Richter ordnet Untersuchungshaft an

    Alle drei Festgenommenen wurden im Laufe des Samstags auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg dem Bereitschaftsrichter vorgeführt, der gegen das Trio die Untersuchungshaft unter anderem wegen des dringenden Tatverdachts der versuchten räuberischen Erpressung erließ. Die Beschuldigten wurden im Anschluss getrennt voneinander in Justizvollzugsanstalten untergebracht.

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