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Drei bayerische Städte überschreiten Corona-Obergrenze | BR24

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Rosenheim, Landshut, Memmingen: Diese drei bayerischen Städte haben den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Landshut reagiert mit einer Verschärfung der Corona-Regeln.

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Drei bayerische Städte überschreiten Corona-Obergrenze

Rosenheim, Landshut, Memmingen: Diese drei bayerischen Städte haben den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Landshut reagiert mit einer Verschärfung der Corona-Regeln.

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Drei bayerische Städte haben den Grenzwert von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen teils deutlich überschritten: Laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) liegt der Wert für die schwäbische Stadt Memmingen bei 68,44. Den kritischen Wert von 50 überschreiten laut LGL auch Landshut (55,25) in Niederbayern und Rosenheim (52,11) in Oberbayern.

Weiden und Stadt München überschreiten Frühwarnwert

Als Frühwarnwert gilt ein Wert ab 35, bei dem die Gesundheitsämter erste Gegenmaßnahmen einleiten müssen. Diesen überschreitet aktuell die Stadt Weiden (37) in der Oberpfalz und die Stadt München (39).

Auf Regierungsbezirksebene hat Oberbayern mit 24,48 den höchsten Inzidenzwert. Bayernweit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner bei 16,29.

Die von Bund und Ländern vereinbarte Schwelle für verschärfte Beschränkungen des öffentlichen Lebens liegt bei 50 Neuinfektionen pro 100.00 Einwohner. In Rosenheim und Landshut gab es bereits vor dem Überschreiten dieser Grenze spezielle Vorschriften.

Landshut: Maskenpflicht an Grundschulen und Kontaktverbote

In Landshut sollen zu den geltenden Corona-Regeln nun auch Grundschüler in den nächsten Tagen während des Unterrichts eine Maske tragen, dies galt bislang nur für weitergehende Schulen.

Des Weiteren bleiben die bereits vergangene Woche beschlossenen schärferen Kontaktverbote in Landshut weiter bestehen. Nachdem vergangene Woche bereits die Warnschwelle von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gerissen wurde, hatte die Stadt unter anderem beschlossen, dass sich im öffentlichen Raum nur noch maximal fünf Menschen aus höchstens zwei Haushalten treffen dürfen.

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In Landshut müssen sich die Menschen auf strengere Corona-Maßnahmen einstellen. Der kritische Wert von 50 Neu-Infektionen innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohner ist überschritten worden. Unter anderem gilt Maskenpflicht in der Grundschule.

Keine allgemeinen Beschränkungen in Memmingen

Bei den Infizierten im schwäbischen Memmingen handele es sich ausschließlich um Reiserückkehrer aus Risikogebieten, teilte die Stadt mit. Darunter seien mehrere Familien, die im Urlaub miteinander in Kontakt standen.

Aus diesem Grund seien keine Einschränkungen für die Allgemeinheit notwendig, erklärte Oberbürgermeister Manfred Schilder in einer Pressemitteilung. Da alle Infizierten in häuslicher Quarantäne seien und keine Kontaktpersonen in Memmingen gehabt hätte, könne auch der Schulbetrieb in Memmingen morgen normal starten. Dies habe die Stadtverwaltung in Rücksprache mit den Schulaufsichtsbehörden und der Regierung von Schwaben entschieden.

Rosenheim: Schulen starten wie geplant

Auch in Rosenheim starten die Schulen morgen wie geplant. Hintergrund sei, teilte ein Sprecher des Landratsamtes Rosenheim auf BR-Anfrage mit, dass 80 Prozent der gemeldeten Neuinfektionen bei Reiserückkehrern festgestellt worden seien. Diese hätten sich umgehend in Quarantäne zu begeben.

Das gesamte Kontaktemanagement würde damit wegfallen. "Morgen sitzen diese Menschen dann ohnehin nicht auf der Schulbank", so der Sprecher. Zudem, so fügte er hinzu, gelte die Maskenpflicht in den ersten zwei Wochen zum Schutz vor Infektionen durch Reiserückkehrer ohnehin auch im Unterricht.

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