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Doppelmord von Schnaittach: Frau belastet ihren Mann schwer | BR24

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Im Doppelmordprozess von Schnaittach vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth haben die Angeklagten am Morgen keine Angaben gemacht. Der 26-Jährige Mann und seine drei Jahre jünger Frau sollen ihre Eltern umgebracht und neben der Garage eingemauert haben.

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Doppelmord von Schnaittach: Frau belastet ihren Mann schwer

Im Prozess um den Doppelmord von Schnaittach hat die 23-jährige Angeklagte ihren Ehemann schwer belastet. In einer polizeilichen Videovernehmung, die am Morgen vorgespielt wurde, erklärte sie: "Er hat mir gesagt, dass er seine Eltern erschlagen hat."

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Bei der Tatausführung sei sie nicht dabei gewesen, so die 23-Jährige in ihrer ersten Aussage bei der Polizei, die vor Gericht eingespielt wurde. Ihr Mann habe sie allerdings gezwungen, bei der Spurenbeseitigung zu helfen. Er habe ihr mit Gewalt gedroht, wenn sie gegenüber der Polizei Angaben mache.

Staatsanwaltschaft: Angeklagte nicht am Mord beteiligt

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die 23-Jährige zwar nicht bei der Tatausführung dabei war, allerdings den Mord zusammen mit ihrem Mann geplant hatte und mithalf, die Leichen zu beseitigen. Gegenüber der Polizei sagte die Angeklagte, sie habe das aus Liebe getan.

Eltern als vermisst gemeldet und geheiratet

Zum Prozessauftakt schwiegen die beiden Angeklagten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen Mord in zwei Fällen vor. Der 26-Jährige soll erst seine Mutter, dann seinen Vater mit einem Zimmermannshammer erschlagen und später die Leichen gemeinsam mit seiner in einem Nebenraum der Garage eingemauert haben. Nach der Tat hätten die beiden die Eltern als vermisst gemeldet und einen Tag danach standesamtlich geheiratet.

Im Laufe des Tages sollen die ersten Zeugen vernommen werden. Über 60 Zeugen und Sachverständige hat das Gericht geladen. Ein Urteil soll Ende April fallen.

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Regionalnachrichten Franken

Von
  • Andreas Ebert
  • Michael Franz
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