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Doppeljubiläum bei der Eisbahn am Königssee | BR24

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Rodlerin in Schönau am Königssee

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Doppeljubiläum bei der Eisbahn am Königssee

Kurz vor dem Rodel-Weltcup am 5. und 6. Januar werden am Königssee zwei Jubiläen gefeiert: 60 Jahre Kunstbahn mit Natureis und 50 Jahre Kunsteisbahn mit einem künstlichen Untergrund für Rodler, Skeletoni und Bobfahrer. Ein Blick zurück.

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Vor 60 Jahren hatten die Rodler im Berchtesgadener Land ein Problem: Wenn sie sich auf ihren Schlitten die Bergstraßen runterstürzen wollten, kamen ihnen immer mehr Autos in die Quere. Also wurden sie aktiv. Sie planten und bauten die Kunstbahn am Königssee.

"Da war nichts aus Beton. Die Kurven waren nur Erdwälle. (...) Das war natürlich schon viel Arbeit." Sepp Lenz, Rodel-Legende

1969 kam der Neubau am Königssee

Das Eis schnitten sie aus den Seen in der Gegend und transportierten es auf Lastwagen zur Bahn – 10.000 Blöcke jedes Jahr. Ab 1969 war das nicht mehr nötig. Der Neubau kam. 75 Kilometer Rohre wurden verlegt. In denen fließt Ammoniak und kühlt das Eis auf Knopfdruck. Die Kosten für die neue Kunsteisbahn betrugen damals 4,6 Millionen DM.

Kunsteisbahn als wichtiger Wirtschaftsfaktor

Heute hat die Wettkampfstrecke der Kunsteisbahn auf rund 1.300 Metern Länge 16 Kurven. Sie ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die Region ist immer wieder Gastgeber von Bob-, Rodel- und Skeleton-Weltmeisterschaften.

Aber es gab auch dunkle Tage: Mehrere Sportler verunglückten tödlich. 1969 etwa ein polnischer Rodler, 2004 die deutsche Bob-Fahrerin Yvonne Cernota.