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Donauwörther Hepatitis-Skandal: Behörden weiten Bluttests aus | BR24

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Im Donauwörther Hepatitis-Skandal müssen möglicherweise hunderte weitere Patienten einen Bluttest machen. Der Grund: Der unter Verdacht stehende Anästhesist war wohl früher als gedacht infektiös.

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Donauwörther Hepatitis-Skandal: Behörden weiten Bluttests aus

Der verdächtige Anästhesist war wohl früher infektiös als bisher angenommen. Die Folge: Es sollen nun auch Patienten getestet werden, die nach dem 22. Mai 2016 operiert wurden. Bisher galt November 2016 als das OP-Datum, ab dem Tests nötig sind.

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Das Landratsamt Donau-Ries ist sich inzwischen ziemlich sicher, dass sich die betroffenen Patienten nur an einer Quelle angesteckt haben: dem unter Verdacht stehenden Narkosearzt. In einer Pressemitteilung heißt es, man könne von einer einzigen Ansteckungsquelle ausgehen. Bisher konnten 60 Infektionen nachgewiesen werden.

Manche Testergebnisse stehen noch aus

Es fehlten allerdings noch Testergebnisse von mehreren anderen Klinik-Mitarbeitern, die auch für die Ansteckung verantwortlich sein könnten. Die früheste nachgewiesene Infektion datiert das Landratsamt auf Februar 2017. Deshalb müsse man davon ausgehen, dass der betreffende Anästhesist schon relativ kurz nach dem letzten betriebsärztlichen Test im November 2016 infektiös wurde.

Betroffene Patienten werden informiert

Da es bis zu sechs Monate dauern kann, bis sich Hepatitis C über einen Bluttest nachweisen lässt, will das Landratsamt die Tests jetzt vorsichtshalber ausweiten. Es sollen nun auch Patienten getestet werden, die nach dem 22. Mai 2016 im Krankenhaus operiert wurden und Kontakt mit dem unter Verdacht stehenden Anästhesisten hatten. Dabei handle es sich um eine Vorsichtsmaßnahme. Das Landratsamt erhält demnächst vom Krankenhaus weitere Listen von Patienten, die sich angesteckt haben könnten. Sie würden dann sofort informiert, so die Behörde.