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Donauwörther Arzt soll Patienten mit Hepatitis infiziert haben | BR24

© dpa-Bildfunk/Stefan Puchner

Presskonferenz in Donauwörth: Hunderte Patienten müssen sich auf Hepatitis C untersuchen lassen.

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    Donauwörther Arzt soll Patienten mit Hepatitis infiziert haben

    Mindestens fünf Patienten sollen in der Donau-Ries-Klinik in Donauwörth mit Hepatitis-C infiziert worden sein. 700 weitere Patienten müssen sich untersuchen lassen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen Narkosearzt.

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    Ein Narkosearzt soll in der Donau-Ries-Klinik in Donauwörth mindestens fünf Patienten mit Hepatitis-C infiziert haben. Das gab das Landratsamt bei einer Pressekonferenz bekannt. Der Arzt hat fast 700 Patienten behandelt. Sie werden vom Gesundheitsamt angeschrieben und sind aufgerufen, sich umgehend von ihrem Hausarzt untersuchen zu lassen.

    Arzt wohl selbst mit Hepatitis-C infiziert

    Das Landratsamt Donau-Ries geht davon aus, dass der Arzt selbst mit dem Hepatitis-C-Virus infiziert ist. Er arbeitet mittlerweile nicht mehr in der Donau-Ries-Klinik. Wie genau der Mediziner die Patienten in dem kommunalen Krankenhaus angesteckt haben soll, war zunächst nicht bekannt.

    Staatsanwaltschaft ermittelt

    Wie die Augsburger Staatsanwaltschaft bestätigt, ist gegen den Arzt ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung eingeleitet worden. "Wir arbeiten eng mit dem zuständigen Gesundheitsamt zusammen", so Oberstaatsanwalt Matthias Nickolai, Sprecher der Anklagebehörde in Augsburg auf Anfrage des BR. Um wie viele Fälle es genau gehe, sei derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen. Geprüft werden müsse dabei auch die Frage, ob der Mediziner fahrlässig oder möglicherweise vorsätzlich gehandelt habe.

    Hepatitis-C wird auf dem Blutweg übertragen

    Hepatitis C ist eine Lebererkrankung, die durch ein auf dem Blutweg übertragenes Virus verursacht wird. Infektionen verlaufen nach Angaben des Robert Koch-Instituts meist chronisch und zählen zu den wichtigsten Ursachen von Leberzirrhose und Leberkrebs.