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Donauregion: Weiter Zoff in der Polderdebatte | BR24

© pa/dpa/A.Weigel

Die Donau bei Pondorf im Kreis Straubing-Bogen: Politiker aus der Donauregion kritisieren die Hochwasserpolitik der Staatsregierung.

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    Donauregion: Weiter Zoff in der Polderdebatte

    Die Debatte um Flutpolder an der Donau sorgt weiter für Aufregung in Niederbayern. Jetzt machen die Kreistage der Landkreise Passau und Straubing-Bogen Front gegen die Staatsregierung.

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    Die Kreistage von Passau und Straubing-Bogen machen mobil gegen den von der Staatsregierung geplanten Verzicht auf den Bau dreier geplanter Flutpolder an der Donau. Beide Gremien verabschiedeten jetzt entsprechende Resolutionen zum Hochwasserschutz.

    Auswirkungen "zentimetergenau" untersuchen

    Der Passauer Kreistag fordert in dem am Montag verabschiedeten Papier eine genaue Untersuchung durch Experten. Die Auswirkungen durch den geplanten Wegfall der Polder müsse "zentimetergenau für die gesamte Region" untersucht und fachlich bewertet werden. Landrat Franz Meyer (CSU) kündigte an, sich Anfang nächsten Jahres mit dem bayerischen Umweltminister Thorsten Glauber (FW) treffen zu wollen, um über die Befürchtungen in der Region zu reden.

    Neue Gesamtplanung gefordert

    Einstimmig hat auch der Kreistag von Straubing-Bogen eine Resolution zum Flutpolderkonzept verabschiedet. Es dürfe keine "unsolidarische Lastenverteilung zu Ungunsten der Unterlieger" geben, heißt es in dem Papier. Konkret fordert der Kreistag von der Staatsregierung eine neue Gesamtplanung zum Hochwasserschutz an der Donau und ihren Zuflüssen.

    Die Freien Wähler hatten im Koalitionsvertrag die Änderung des Hochwasserkonzepts mit dem Verzicht auf drei Flutpolder in den Landkreisen Neuburg-Schrobenhausen und Regensburg durchgesetzt. Dagegen protestieren vor allem Politiker aus der niederbayerischen Donauregion, die vom Jahrhunderthochwasser 2013 besonders betroffen war.

    Die Stadt Deggendorf hat vor einigen Tagen ebenfalls eine Resolution dazu verabschiedet.