Baustelle für das neue Mettener Schöpfwerk
Bildrechte: BR/Christian Riedl

Das neue Mettener Schöpfwerk ist eines der größten seiner Art in Bayern.

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Donauausbau zwischen Straubing und Deggendorf liegt im Zeitplan

Mehr als 1,4 Miliarden Euro sollen der derzeit laufende Ausbau der Donau und die begleitenden Hochwasserschutzmaßnahmen zwischen Straubing und Deggendorf kosten. Die Bauarbeiten liegen im Zeitplan - trotz diverser Probleme.

Die Arbeiten zur im Rahmen des Donauausbaus geplanten Verbesserung des Hochwasserschutzes im Landkreis Deggendorf liegen im Zeitplan. Das bestätigte ein Sprecher der für die Bauarbeiten verantwortlichen Gesellschaft WIGES (Wasserbauliche Infrastrukturgesellschaft) am Freitag bei einer Baustellenbesichtigung. Zwar spürten die beauftragten Unternehmen den aktuellen Mangel bestimmter Baumaterialien wie zum Beispiel Stahl, man könne dies aber durch Umplanungen bisher gut auffangen, sagt WIGES-Sprecher Dominik Zehatschek.

Gesamtkosten: 1,4 Milliarden Euro

Aktuell sind die Arbeiten am Schöpfwerk in Metten (Lkr. Deggendorf) und der Neubau von Deichen donauaufwärts zwischen Metten und Offenberg die größten Baustellen. Die Kosten für den Bau des sogenannten Polders Offenberg/Metten betragen fast 54 Millionen Euro. Insgesamt sind für den Donauausbau zwischen Straubing und Deggendorf samt der Verbesserung des Schutzes vor einem hundertjährlichen Hochwasser mehr als 1,4 Milliarden Euro veranschlagt.

Neues Schöpfwerk in Metten

Parallel zu den Baumaßnahmen an insgesamt fünf Poldern zum Hochwasserschutz wird auch die Donau selbst ausgebaut. Zwischen dem Hafen Straubing und der Schleuse Straubing wird die Fahrrinne ausgebaggert und um 60 Zentimeter vertieft. In Metten im Landkreis Deggendorf wird bis zum Herbst ein neues Schöpfwerk fertiggestellt. Die Pumpen dort haben eine Förderleistung von bis zu zehn Kubikmeter Wasser pro Sekunde. Das Mettener Schöpfwerk ist damit eines der größten in Bayern, sagt Dominik Zehatschek.

Neuer Deich bei Kleinschwarzach

Deutlich sichtbar und verbunden mit großen Erdbewegungen ist außerdem die Deichrückverlegung bei Kleinschwarzach an der Grenze der Landkreise Deggendorf und Straubing-Bogen. Dort werden ein über fünf Meter hoher Deich neu aufgebaut und eine Kreisstraße um rund 200 Meter zurückverlegt, um der Donau im Hochwasserfall mehr Raum zu geben.

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