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Donauausbau: Offizieller Spatenstich-Termin noch ungewiss | BR24

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Obwohl die Vorarbeiten zum sogenannten sanften Donauausbau zwischen Straubing und Deggendorf bereits laufen, gibt es noch keinen Termin zum offiziellen Spatenstich. Das hat eine Nachfrage am Bayerischen Umweltministerium ergeben.

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Donauausbau: Offizieller Spatenstich-Termin noch ungewiss

Obwohl die Vorarbeiten zum Donauausbau zwischen Straubing und Deggendorf bereits laufen, gibt es noch keinen Termin zum offiziellen Spatenstich. Wie das Bayerische Umweltministerium mitteilt, habe die Corona-Pandemie damit aber nichts zu tun.

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Bisher konnte noch kein offizieller Termin für den Spatenstich zum Großprojekt Hochwasserschutz an der niederbayerischen Donau gefunden werden. Der Grund ist nicht das Coronavirus, sondern offenbar terminliche Abstimmungen mit den Beteiligten. Die Vorarbeiten zum sogenannten sanften Donauausbau laufen aber, hieß es auf Nachfrage beim Bayerischen Umweltministerium.

Spatenstich "in den nächsten Wochen"

Wie der Ministeriumssprecher weiter mitteilte, werde derzeit fieberhaft nach einem geeigneten Termin gesucht: "So schnell wie möglich wollen wir den offiziellen Startschuss für dieses absolut entscheidende Großprojekt Hochwasserschutz an der Donau geben". Ein konkreter Zeitraum könne nicht genannt werden, in den nächsten Wochen sollte ein Termin gefunden sein, hieß es weiter. Ausschlaggebend sei die Terminplanung der beteiligten Personen - alle sollen an diesem Tag Zeit haben.

Die Corona-Regelungen haben nur insofern eine Auswirkung, als dass sie beim Zusammentreffen der Beteiligten eingehalten werden müssen. Das Umweltministerium rechnet dennoch mit einem "kleineren Kreis" an Gästen.

Spatenstich und Bauarbeiten hängen nicht zusammen

Auf die Bauarbeiten habe diese Verschiebung aber keinen Einfluss. Archäologische Untersuchungen und die Vorarbeiten für den Hochwasserschutz im Polder Sulzbach (Lkr. Straubing-Bogen) und Steinkirchen (Lkr. Deggendorf) seien planmäßig im Anlaufen. Beim letzten Vorort-Termin Mitte Juni hieß es, noch im selben Monat werde mit den Arbeiten begonnen. Das Großprojekt an sich verzögert sich also nicht.

Schutz vor 100-jährlichem Hochwasser

Der geplante Hochwasserschutz zwischen Straubing und Deggendorf besteht aus Deicherhöhungen, zweiten Deichlinien und Deichrückverlegungen. Hochwasser sollen nach dem Ausbau statistisch nur noch alle 100 Jahre, statt alle 30 Jahre auftreten. Mehrere Zehntausend Menschen, die an der Donau leben, sollen so geschützt werden. Jahrzehntelang wurde über den Donauausbau in Niederbayern diskutiert und gestritten.

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