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Dominikanerinnen im Kloster Heilig Kreuz in Regensburg infiziert | BR24

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Kloster Heilig Kreuz in Regensburg

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    Dominikanerinnen im Kloster Heilig Kreuz in Regensburg infiziert

    Das Corona-Virus macht auch vor den Klostermauern nicht halt. Trotz Abgeschiedenheit sind in Regensburg im Kloster Heilig Kreuz alle zwölf Dominikaner-Schwestern infiziert. Sie befinden sich aber schon wieder auf dem Weg der Besserung, hieß es.

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    Trotz des abgeschiedenen Lebens in strenger Klausur haben sich alle zwölf Dominikaner-Schwestern im Kloster Heilig Kreuz in Regensburg mit dem Corona-Virus infiziert. "Inzwischen sind die Schwestern im Alter zwischen 44 und 85 Jahren wieder auf dem Weg der Besserung", sagte Priorin M. Dominika am Freitag Vormittag dem Bayerischen Rundfunk.

    Wie kam das Virus ins Kloster?

    Völlig unklar sei weiterhin, wie das Virus ins eigentlich streng abgeschirmte Kloster eingeschleppt wurde. Zum Einkaufen geht niemand, Einkäufe werden ins Kloster geliefert. Einzige Möglichkeit zum Verlassen der Klausur sind Besuche bei der Physiotherapie und bei Ärzten. Priorin M. Dominika, die im bürgerlichen Leben Eva Geyder heißt und aus der Schweiz stammt, unterstrich im BR-Gespräch: "Es ist wie ein Wunder, dass die Epidemie so an uns vorbeigegangen ist."

    Verlauf der Erkrankung unterschiedlich schwer

    Der Verlauf der Erkrankung sei auch bei den Schwestern unterschiedlich gewesen: "Eine wurde positiv getestet, spürte aber fast gar keine Folgen. Manche Schwestern brauchen noch ein paar Tage zur vollständigen Genesung. Lediglich eine Schwester ist derzeit noch in einer Reha-Einrichtung." Mit ihr telefoniere sie jeden Tag und bekomme damit einen Bericht über die gesundheitlichen Fortschritte.

    Leben in Abgeschiedenheit

    Die nach der korrekten Eigenbezeichnung "beschaulichen Dominikanerinnen" in Regensburg leben völlig getrennt vom Alltag mitten in der Altstadt der 160.000-Einwohner-Stadt in der Nähe des Arnulfsplatzes. Sie widmen sich ab fünf Uhr früh dem Gebet und der Kontemplation. Besucher können sie nur in einem Sprechzimmer empfangen, in dem Besucher und Klosterschwester durch eine gemauerte Brüstung getrennt sind und ein großes Fenster für das Gespräch geöffnet wird. Die bekannteste Dominikanerin des Klosters ist die 64-jährige Lydia la Dous, eine habilitierte Astrophysikerin.