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So ist der Dom in Regensburg vor Feuer geschützt | BR24

© BR/Uli Scherr

Nach dem verheerenden Feuer der Kathedrale von Notre-Dame in Paris stellt sich die Frage: Wie sicher ist der Dom in Regensburg? Eine Brandmeldeanlage und regelmäßige Übungen sollen den Brandschutz sicherstellen.

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So ist der Dom in Regensburg vor Feuer geschützt

Nach dem verheerenden Feuer der Kathedrale Notre-Dame in Paris stellt sich die Frage: Wie sicher ist der Dom in Regensburg? Eine Brandmeldeanlage und regelmäßige Übungen sollen den Brandschutz sicherstellen.

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Der gotische Dom von Regensburg ist nach Ansicht der Verantwortlichen gut gegen einen Brand geschützt. Eine neue Brandmeldeanlage und regelmäßige Übungen mit der Feuerwehr sollen den Brandschutz im Dom Sankt Peter sicherstellen, sagt der Leiter des Staatlichen Bauamtes in Regensburg, Karl Stock, am Tag nach dem Großfeuer in der Pariser Kathedrale Notre-Dame.

Kompletter Dachstuhl mit Brandmeldern ausgestattet

Im vergangenen Herbst ist in dem 600 Jahre alten Dom eine neue Brandmeldeanlage eingebaut worden. Alle Türme und der komplette Dachstuhl sind mit Brandmeldern ausgestattet, diese sind direkt mit der Regensburger Feuerwehr verbunden.

Außerdem gebe es regelmäßig Sicherheitsübungen, sagt Stock. Unter anderem würde mit den Mitarbeitern der Dombauhütte geübt, wie sie aus großer Höhe abgeseilt werden.

Domglocke läutet für Notre Dame

Das Bistum Regensburg ließ aus Anlass des Brandes von Notre Dame in Paris die große Glocke des Domes am Dienstagmittag zehn Minuten lang läuten. Es sei ein "Zeichen der Trauer und des Mitgefühls für den Großbrand der architektonisch älteren Schwester in Frankreich", teilte das Bistum mit.

Regensburg spendet für Wiederaufbau von Notre-Dame

Unterstützung für den Wiederaufbau von Notre Dame hat auch die Stadt Regensburg angekündigt. Wie der Regensburger Kulturreferent Klemens Unger dem BR sagte, wird dazu den 150. Geburtstag der Domtürme zum Anlass genommen. Die Türme werden vom 22. bis 27. September von einem französischem Künstler in besonderes Licht getaucht. Dann will man auch um Spenden aus der Bevölkerung bitten, die der französischen Kathedrale zugutekommen sollen. Ab sofort können Spenden auf das Konto „Welterbe Die Förderer“ bei der Sparda-Bank Ostbayern (IBAN DE57 7509 0500 0000 4444 22) eingezahlt werden. Wichtig ist, als Verwendungszweck „Spendenaktion Notre-Dame“ anzugeben.

© Bistum Regensburg

Ein Foto des Regensburger Dom aus dem Jahr 1859. Hier zu sehen die Westfassade.

Die Geschichte des Doms

Der Regensburger Dom wurde ab Mitte des 13. Jahrhunderts neu gebaut. Die Vorgängerkirche war einem Brand zum Opfer gefallen. Mitte des 15. Jahrhunderts war der Bau weitgehend fertiggestellt.

Mit seinem 85 Meter langen und mehr als 30 Meter hohen Kirchenschiff gehört der Dom Sankt Peter zu den bedeutendsten gotischen Kirchenbauten in Deutschland. Die Spitzen der beiden heute 100 Meter hohen Domtürme wurden erst vor 150 Jahren aufgesetzt. Vorher hatte der Regensburger Dom zwei flache Türme und glich damit im Aussehen der Kathedrale Notre-Dame in Paris.

Männer wollten Dom anzünden

Im Regensburger Dom hat es vor zehn Jahren zum letzten Mal gebrannt. Damals waren mehrere Männer über Baugerüste an der Außenfassade auf die Türme geklettert und hatten in einer Höhe von mehr als 50 Metern ein Feuer gelegt. Der Brand konnte ohne Schaden gelöscht werden.

Löscharbeiten in Albertus-Magnus-Kirche

Im Januar 2018 hatte im Süden von Regensburg das Dach der Albertus-Magnus-Kirche gebrannt. Das ist ein Kirchenbau aus den 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts. Ein Defekt in der Deckenbeleuchtung hatte den Brand in 15 Metern Höhe verursacht. Das Feuer konnte rasch gelöscht werden, weil die Feuerwehr mit einem Löschzug samt Drehleiter in die Kirche hinein fuhr.

© picture alliance / abaca

Hier brennt die Kathedrale Notre-Dame in Paris.