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Doku-Revoluzzer Oppenheimer eröffnet Festival | BR24

© dpa

Joshua Oppenheimer

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    Doku-Revoluzzer Oppenheimer eröffnet Festival

    Die Themen Flucht und Migration stehen im Fokus des Nürnberger Menschenrechts-Filmfestivals. Zur heutigen Eröffnung wird Joshua Oppenheimer seinen neuen Dokumentarfilm präsentieren und den Ehrenpreis in Empfang nehmen.

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    Filmemacher aus aller Welt reisen für das Festival an, um bis zum 7. Oktober ihre Werke zu präsentieren. Insgesamt werden 58 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme aus 39 Ländern vorgestellt. Davon beleuchten elf Streifen das Schicksal von Menschen auf der Flucht und Europas Abschottungspolitik.

    Oppenheimer mit "The Look of Silence"

    Gleich zur Eröffnungsveranstaltung in der Tafelhalle heute Abend ist mit Joshua Oppenheimer einer der renommiertesten politischen Dokumentarfilmer zu Gast. Oppenheimers neuester Film "The Look of Silence" wird das Festival eröffnen. Gleichzeitig wird er mit dem Ehrenpreis des Festivals ausgezeichnet. Der Film ist die Fortsetzung des Streifens "The Act of Killing", für den Oppenheimer 2014 für den Oscar nominiert war.

    "Durch seinen ganz eigenen Zugang zum Genre des Dokumentarfilms erschließt Joshua Oppenheimer völlig neue Zusammenhänge und macht Geschichte(n) sichtbar, die bisher von totalem Schweigen verdeckt wurden." Jury des Internationalen Filmfestivals für Menschenrechte Nürnberg

    Die Sicht der Opfer

    Oppenheimers neuer Film "The Look of Silence" zeigt Interviews von Opfern, die nach dem Militärputsch 1965 in Indonesien überlebt haben. Damals starben rund eine Million Menschen, die als vermeintliche Kommunisten verfolgt wurden. Im Film kommen Hinterbliebene des Massenmordes und überlebende Opfer zu Wort. Oppenheimer setzt sich dafür ein, dass diese Verbrechen vor einem internationalen Tribunal verhandelt werden. Einen Tag nach der Eröffnung des Festivals startet am 1. Oktober "The Look of Silence" in den deutschen Kinos.

    Ausreise geglückt

    Als weiterer Ehrengast wird Mohammad Rasoulof bei der Eröffnung mit dabei sein. Rasoulof, einer der am meisten gefeierten Regisseure des Iran, ist in seiner Heimat mit Berufsverbot belegt. Bereits 2011 sollte er als Ehrengast nach Nürnberg kommen, doch die iranische Regierung verweigerte ihm die Ausreise.

    Schüler diskutieren mit Filmemachern

    Das Schulfilmprojekt Open Eyes begleitet wie jedes Jahr die Veranstaltung. Die Festivalmacher erwarten hier einen neuen Besucherrekord von etwa 3.000 Schülern. Die Jugendlichen sehen sich Filme zum Thema Menschenrechte an und diskutieren anschließend mit Filmschaffenden aus der ganzen Welt über deren Werke.