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In Bayern beginnt die Zeckensaison | BR24

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Jedes Jahr müssen wir Zecken-Alarm schlagen. Und dieses Mal besonders laut - denn letztes Jahr melden die Forscher eine Rekordsichtung von Zecken in Deutschland. Auch die Zahl der FSME-Erkrankungen durch Zeckenbisse steigt.

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In Bayern beginnt die Zeckensaison

Die frühlingshaften Temperaturen bringen nicht nur Vorteile mit sich. Sie sorgen auch dafür, dass die Zecken aktiv werden. Damit steigt auch das Risiko, sich mit Krankheiten zu infizieren.

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Ab einer Temperatur von etwa acht Grad fühlen sich Zecken wohl und werden aktiv. Bei einem Biss können Zecken eine Reihe von Krankheiten übertragen, unter anderem die Bakterieninfektion Borreliose. Sie fühlt sich zunächst an wie eine Grippe. Bei einem schweren Verlauf können die Bakterien aber auch Gelenke sowie Organe befallen und Schmerzen und Lähmungen auslösen. Wird die Borreliose rechtzeitig erkannt, ist sie mit Antibiotika gut behandelbar.

Anders sieht es bei der Frühsommer-Meningo-Enzephalitis, kurz FSME, aus, die ebenfalls durch Zecken übertragen wird. Befallen die Viren einmal den Körper, gibt es keine wirksamen Medikamente dagegen. Schlimmstenfalls führt die Krankheit zu dauerhaften Lähmungen oder zum Tod. In Süddeutschland ist besondere Vorsicht geboten, da FSME dort besonders häufig vorkommt.

91 von 96 Landkreisen in Bayern sind FSME-Risikogebiet

In Bayern wurden laut Robert Koch Institut in diesem Jahr die Landkreise Garmisch-Partenkirchen, Kaufbeuren und Landsberg am Lech neu als Risikogebiete ausgewiesen. Dem Gesundheitsministerium zufolge sind damit mittlerweile 91 der 96 Landkreise im Freistaat als FSME-Risikogebiete eingestuft. Lediglich München, Augsburg und Schweinfurt sowie die Landkreise Fürstenfeldbruck und Dilligen an der Donau sind davon ausgenommen.

Allerdings tragen auch in den Risikogebieten nur wenige Zecken FSME-Viren in sich, im Durchschnitt sind es etwa 0,1 bis fünf Prozent der Tiere.

Betroffene Stelle auf der Haut genau beobachten

Wer von einer Zecke gebissen worden ist, sollte die Haut um die betroffene Stelle genau beobachten. Dabei können auch regelmäßige Fotos hilfreich sein. Wenn sich nach einigen Tagen, manchmal auch erst Wochen, eine ringförmige Rötung um den Biss bildet und sich ausbreitet, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Denn diese sogenannte Wanderröte könnte ein Anzeichen für Borreliose sein.

Ebenso sollte man zum Arzt gehen, wenn man in einem FSME-Risikogebiet gebissen wurde und innerhalb von sieben bis 14 Tagen grippeähnliche Symptome wie Fieber, Abgeschlagenheit, Unwohlsein, Kopfschmerzen oder Gliederschmerzen eintreten.

© Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Die Verteilung der FSME-Risikogebiete in Bayern.