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DLRG und Wasserwacht rüsten sich für die heißen Tage am Main | BR24

© dpa Picture-Alliance Marcus Führer

Wasserwacht im Einsatz auf dem Main

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    DLRG und Wasserwacht rüsten sich für die heißen Tage am Main

    Sommerferien und hohe Temperaturen: Da ist am Main bekanntlich viel los. In diesem Jahr kommt die Corona-Pandemie dazu. Mehr Menschen als sonst strömen an die Flüsse und Badeseen. Die Rettungsdienste in Würzburg rechnen mit weiteren Einsätzen.

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    Wer sich in der Würzburger Sanderau an den Main legen will, der muss an Sommertagen nach freien Plätzen Ausschau halten. Das war bereits in den vergangenen Jahren so. 2020 bleiben jedoch viele Urlauber zuhause und suchen Erholung vor der Haustüre. Freibäder öffnen nur mit Beschränkungen. Am vielen Flüssen und Badeseen ist nochmal mehr los als sonst. Das führt allerdings auch zu Rettungseinsätzen.

    Mehr Menschen am Würzburger Main

    Etwa 50 Prozent mehr Menschen als noch im vergangenen Jahr seien in diesem Sommer am Main unterwegs, schätzt der Würzburger Ortsverband der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), mit Blick auf den Abschnitt zwischen der Schleuse Randersacker und der Würzburger Innenstadt. Der Ortsverband verzeichnet zunehmende Einsätze: 14 Mal mussten die Rettungskräfte 2020 schon auf den Main ausrücken. So viele Einsätze haben die Helfer nach eigenen Angaben sonst im gesamten Jahr.

    Die Tücken des Mains

    Zu Einsätzen kommt es am Main häufig dann, wenn etwa Wassersportler sich verschätzen. "Ich habe hier die Berufsschifffahrt, Passagierschiffe, die können mich anziehen. Da kann ich in eine Sogwirkung geraten", sagt Christoph Graf-Hadry, Technischer Leiter beim DLRG Würzburg. Hinzu kommen teils starke Strömungen und sehr viele Wassersportfahrzeuge. So wie am vergangenen Wochenende: Da ereigneten sich auf dem Main zwei Unfälle, bei denen jeweils ein Sportboot mit einem Schlauchboot kollidiert ist.

    Wasserwacht installiert Container am Erlabrunner See

    Insbesondere mit Blick auf die Mainabschnitte rund um Würzburg kann die BRK Wasserwacht Würzburg den Eindruck der DLRG bestätigen. Zuständig ist die Wasserwacht auch für den Badesee in Erlabrunn. Der See ist frei zugänglich, an heißen Tagen strömen hunderte Menschen dorthin. Um wegen der Corona-Pandemie sicher arbeiten zu können, hat die Wasserwacht in diesem Jahr noch einen zusätzlichen Container aufgestellt. Bislang hat die Wasserwacht Verletzungen nämlich in einer Sanitätswache am See versorgt. Darin befinden sich allerdings auch Aufenthaltsräume. Der Wasserwacht war es wichtig, dass Behandlungen räumlich getrennt davon stattfinden.

    Mehr Besucher und Mindestabstände

    Bislang verzeichnet die Wasserwacht trotz Corona allerdings einen eher gewöhnlichen Sommer in Erlabrunn. In den meisten Fällen versorgen die Ersthelfer Insektenstiche oder Rissverletzungen. Tatsächlich seien aber auch die Besucherzahlen am Badesee etwas gestiegen, verglichen mit den Vorjahren. "Ich erwarte schon, dass es jetzt nochmal stärker wird, weil viele nicht wegfahren können", sagt Harald Gröger, stellvertretender Vorsitzender der Würzburger Wasserwacht. Das sei kein Grund zur Sorge. Dennoch bittet er darum, dass die Corona-Mindestabstände rund um den See auch tatsächlich eingehalten werden.

    In Bayern ertrinken die meisten Menschen

    In ganz Bayern ereignen sich immer wieder Badeunfälle. Laut DLRG ertranken in Bayern im vergangenen Jahr insgesamt 95 Menschen. Das sind sechs mehr als noch 2018. Bayern war in beiden Jahren deutschlandweit das Bundesland mit den meisten Ertrunkenen. Als besonders groß gilt die Gefahr in Binnengewässern. Grund: Nur vergleichsweise wenige dieser Gewässerstellen werden von Rettungsschwimmern bewacht, so die DLRG. Das Risiko, dort zu ertrinken, sei deshalb um ein Vielfaches höher als an Küsten oder in Schwimmbädern.

    2020 seien in Bayern bislang 24 Menschen ertrunken. Wobei die Zahlen häufig mit Beginn des Hochsommers noch einmal steigen, heißt es von der DLRG in Würzburg.

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