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Im wasserarmen Unterfranken wird Trinkwasser ein immer kostbareres Gut. Seit rund 30 Jahren wird das Trinkwasserschutzgebiet "Zeller Quellen" im Landkreis Würzburg diskutiert. Die geplante Ausweitung soll nun Fahrt aufnehmen.

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Diskussionen um Wasserschutzgebiet bei Würzburg gehen weiter

Die Erweiterung des Wasserschutzgebiets "Zeller Quellen" im westlichen Landkreis Würzburg hat für hitzige Diskussionen gesorgt. Vor allem die geplante Veränderungssperre hätte viele Bauvorhaben blockiert. Die ist aber inzwischen vom Tisch.

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Von
  • Wolfram Hanke

Die Diskussionen um das geplante Wasserschutzgebiet im Raum Würzburg gehen weiter. Nachdem die geplante Veränderungssperre vom Tisch ist, werden die Gespräche zwischen Landratsamt und den betroffenen Gemeinden fortgeführt.

Auswirkungen auf viele Bauprojekte

Die Veränderungssperre hätte bedeutet, dass für die kommenden drei Jahre sämtliche Eingriffe in den Untergrund untersagt gewesen wären. Das hätte zum Beispiel Auswirkungen auf die geplante Trasse der B26n zwischen Hettstadt und Greußenheim, den Gipsabbau der Firma Knauf bei Altertheim oder die geplante Mülldeponie in Helmstadt gehabt. Die Veränderungssperre hatte für großen Ärger unter den Bürgermeistern in der Region gesorgt.

Trinkwasserversorgung für Würzburg

Das bestehende Wasserschutzgebiet "Zeller Quellen" soll von 7 auf 66 Quadratkilometer ausgeweitet werden, um die Trinkwasserversorgung der Stadt Würzburg langfristig zu sichern. Rund die Hälfe des Würzburger Trinkwassers werde in diesem Gebiet gewonnen, so das Landratsamt.

Zur Erweiterung gebe es keine Alternative, sagt Mara Hellweg, Leiterin des Umweltamtes am Landratsamt in Würzburg. Das Landratsamt wartet jetzt auf die Antragsunterlagen für das Wasserschutzgebiet und will dann mit allen Gemeinden und Bauträgern das weitere Vorgehen diskutieren. Bisher stehe kein Bauvorhaben der Ausweisung des geplanten Trinkwasserschutzgebietes entgegen, so Landrat Thomas Eberth.

Verärgerung in betroffenen Gemeinden

Im weiteren Verfahren soll jetzt genau definiert werden, welche Konsequenzen das geplante Wasserschutzgebiet für die betroffenen Gemeinden hat. "Wir waren natürlich verärgert, als die Mittteilung über die geplante Veränderungssperre ins Haus geflattert ist", sagt zum Beispiel Bernd Korbmann, Bürgermeister von Altertheim im Landkreis Würzburg. "Aber zum Glück ist diese Maßnahme jetzt vom Tisch." Der Gemeinderat von Altertheim hat in seiner letzten Sitzung beschlossen, sich in Bezug auf die Ausweisung des Wasserschutzgebietes einen Rechtsbeistand zu nehmen.

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Die Erweiterung des Wasserschutzgebiets "Zeller Quellen" im Landkreis Würzburg hat für hitzige Diskussionen gesorgt. Vor allem die geplante Veränderungssperre hätte viele Bauvorhaben blockiert. Die ist aber inzwischen vom Tisch.

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