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In vielen bayerischen Gemeinden organisieren Vereine seit Jahrzehnten Festzüge, etwa zur Kirchweih oder zum Fasching. Weil die gesetzlichen Vorschriften verschärft wurden, ist das schwieriger geworden.

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Diskussion um Kerwaumzüge: Enormer Andrang bei Bürgerversammlung

Das Nürnberger Knoblauchsland ohne Kirchweihumzüge? Das fürchten viele Fans der Veranstaltungen, weil die Stadt strenge Sicherheitsauflagen durchsetzen muss. Bei einer Infoveranstaltung versprachen die Verantwortlichen Unterstützung für Betroffene.

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Zu der Bürgerversammlung am Mittwochabend (06.02.19) in Boxdorf waren hunderte Interessierte gekommen, schon weit vor dem offiziellen Beginn war die Mehrzweckhalle überfüllt, viele mussten an den Türen abgewiesen werden und mussten in der Kälte ausharren. Für alle, die keinen Platz mehr gefunden haben, wurde die Veranstaltung nach draußen übertragen.

Grund für den Andrang an Interessierten aus dem ganzen Knoblauchsland war die Diskussion um Sicherheitsbestimmungen bei Kerwaumzügen, die von der Stadt Nürnberg durchgesetzt werden müssen. Vor allem junge Leute, die aktiv die Kärwas mitgestalten, waren gekommen, um zu zeigen, dass sie auf ihre Umzüge nicht verzichten wollen. Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) und Bürgermeister Christian Vogel (SPD) versuchten, die Wogen zu glätten.

"Wir werden Lösungen finden"

Sowohl Maly als auch Vogel bekannten sich klar zur Tradition der Kirchweihumzüge und versprachen Unterstützung für die Betroffenen, auch finanzielle. "Wir werden Lösungen finden, die die Themen Ordner, TÜV und Finanzierung angehen. Das sage ich Ihnen zu“, sagte Bürgermeister Vogel. Die Kirchweihumzüge sollen stattfinden, bekräftigte Maly. Im Vordergrund stehe aber die Sicherheit der Zuschauer und Teilnehmer der Umzüge.

Nach Unglücken bei fränkischen Kirchweihen in den vergangenen Jahren schaut die Stadt heuer genauer auf die Umzüge und pocht auf die strikte Einhaltung von Bundesgesetzen, die bereits seit Jahren gelten. So müssen künftig neben jedem Gespann im Zug vier Ordner mit Warnwesten laufen. Zudem müssen die Aufbauten auf den Festwagen vom TÜV abgenommen werden. Das sei ein personeller und finanzieller Mehraufwand, den sie nicht alleine stemmen können, so die Kärwaburschen, die die Umzüge ehrenamtlich organisieren.

Die Zeit drängt

Wie die Lösungen im Einzelnen ausschauen werden, soll ein Treffen in zwei Wochen ergeben. "Es ist ein Schritt in unsere Richtung. Jetzt müssen wir den Runden Tisch am 21. Februar abwarten", sagte Andreas Riedl, Kärwabursche aus Boxdorf. Die Zeit drängt: Bis zur Kärwa-Saison in ein paar Monaten müssen Lösungen her.

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Wegen strenger Sicherheitsauflagen stehen die Kärwa-Züge im Nürnberger Norden auf der Kippe. Bei einer Bürgerversammlung hat die Stadt nun zugesichert, sich um Lösungen zu bemühen.