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Diözesen Würzburg und Augsburg übergeben Missbrauchsakten

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Diözesen Würzburg und Augsburg übergeben Missbrauchsakten

Die Diözese Würzburg will kirchliche Akten über Missbrauchsvorwürfe ab 1945 zur Prüfung an die Justizbehörden übergeben. Das Bistum Augsburg bestätigte auf BR-Anfrage den gleichen Schritt.

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Die Diözese Würzburg lässt 3.000 Akten von Priestern ab 1945 bis zum Jahre 2000 von einer unabhängigen Anwaltskanzlei auf den Verdacht von sexuellen Missbrauch überprüfen. Das teilte Bischof Jung am Mittwochabend bei einer Podiumsdiskussion in Würzburg mit. Dieses Vorgehen habe er persönlich mit dem zuständigen Generalstaatsanwalt in Bamberg abgesprochen.

Bischof Jung erklärte zudem, dass der Staatsanwaltschaft alle Verdachtsfälle seit 1970 zur Prüfung vorgelegt werden, dies ist der längstmögliche Zeitpunkt der Verjährung. In Würzburg waren bereits für die Missbrauchsstudie die Personalakten von 2000 bis 2015 angefordert und ebenfalls von der unabhängigen Anwaltskanzlei gesichtet worden.

Auch werde man die Unterlagen in den drei Kilianeen, den früheren Internaten der Diözese Würzburg prüfen. Diese Studienseminare gab es in Würzburg, Bad Königshofen und Miltenberg.

© BR/Eberhard Schellenberger

Bistum Würzburg: Diskussion zu Missbrauch in der Kirche

Bistum Augsburg übergibt Unterlagen nach München

Auch das Bistum Augsburg bestätigte auf BR-Anfrage, dass vor wenigen Tagen ein Gespräch mit der Generalstaatsanwaltschaft in München stattgefunden habe. Auch hier wurde von Seiten der Diözese Augsburg zugesagt, alle im Rahmen der MHG-Studie von der deutschen Bischofskonferenz zusammengestellten Unterlagen den Justizbehörden zu übergeben. Es erfolge auch dann eine Weiterleitung, wenn erkennbar eine strafrechtliche Verjährung eingetreten ist, so ein Bistumssprecher in Augsburg.

Bischöfe kündigten Kooperation mit Justiz an

Die bayerischen Bischöfe hatten bei ihrer Herbstvollversammlung angekündigt, mit den Staatsanwaltschaften zu kooperieren. Die Bistümer Würzburg und Augsburg setzen dies offenbar jetzt nach ihren Gesprächen mit den Generalstaatsanwaltschaften als Erste in Bayern um.

Nach Bekanntwerden der Missbrauchsstudie (MHG-Studie) hatten sechs Strafrechtsprofessoren in Deutschland Ermittlungen zu zurückliegenden Missbrauchsvorwürfen gefordert und bei den Justizbehörden Anzeigen gegen Unbekannt eingereicht.

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Autor
  • Eberhard Schellenberger
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