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Die Baulasten bei Kitas im Bistum Würzburg sollen abgegeben werden. Die Kirche möchte aber weiterhin die Einrichtungen selbst betreiben.

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    Diözese Würzburg will Baulast bei Kitas abgeben

    Die Sparmaßnahmen in der Diözese Würzburg wirken sich jetzt auch auf die Kindertageseinrichtungen im Bistum aus: Die Diözese möchte die Baulasten bei Kitas abgeben. Trotzdem will die Kirche die Einrichtungen weiterhin selbst betreiben.

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    • BR24 Redaktion

    523 katholische Kindertageseinrichtungen gibt es insgesamt im Bistum Würzburg. Bei 355 sind kirchliche Vereine und Kirchenstiftungen die Eigentümer. In einem Brief an die Träger haben die Diözese Würzburg und Caritas jetzt mitgeteilt, dass Neu-, An- und Umbauten von Kindertageseinrichtungen durch die Kirche nicht mehr leistbar sind. Auch umfängliche Generalsanierungen seien nicht mehr möglich. Gründe dafür seien die schwierige Haushaltslage der Kirche, zurückgehende Kirchensteuereinnahmen und eine immer größer werdende Schere zwischen förderfähigen und tatsächlichen Kosten bei Baumaßnahmen.

    Bistum Würzburg will Baulast schrittweise abgeben

    Deshalb möchte die Diözese Würzburg nun schrittweise die Baulast für Kindertagesstätten abgeben. Gleichzeitig heißt es in dem Brief an die Träger, dass die Diözese die Einrichtungen weiter betreiben möchte. "Der Diözese ist es von zentraler Bedeutung, in den Kindertageseinrichtungen weiter ihren pastoralen und diakonischen Auftrag zu verwirklichen: Wir bleiben mit unserer Fachkompetenz bei den Kindern und Familien und begleiten sie bei der Erziehung, Bildung und Betreuung in den Kindertageseinrichtungen", so das Bistum Würzburg.

    Eigentumsfrage soll mit Kommunen geklärt werden

    Als weitere Belastung neben fehlender Förderung benennen die Verantwortlichen auch gestiegene kostenträchtige Anforderungen, etwa beim Brandschutz. Um den notwendigen fachlichen Standard zu gewährleisten, müssten personelle und finanzielle Ressourcen aufgebaut und zur Verfügung gestellt werden. Im nächsten Schritt wolle man mit den Kommunen bei anstehenden Baumaßnahmen die Eigentumsfrage klären. "Ergebnis kann ein Verkauf des Gebäudes sein, ebenso auch die Vermietung, Überlassung oder weitere vertragliche Verfahren", erklärt die Diözese in einer Mitteilung.

    Bereits genehmigte Finanzierungen sind nicht betroffen

    Von der Neuregelung nicht betroffen seien Baumaßnahmen an katholischen Kitas, welche kirchlich genehmigt seien und eine schriftliche Finanzierungszusage hätten. Bis ins Jahr 2027 würden Projekte noch mit insgesamt rund 26 Millionen Euro gefördert. Von 2015 bis 2020 seien bereits insgesamt 42 Millionen Euro in katholische Kindertageseinrichtungen geflossen, davon rund 30 Millionen Euro in Baumaßnahmen.

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