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Berchtesgadener forschen: Warum sind Dinosaurier ausgestorben? | BR24

© BR / Hans Häuser

Roland Eichhorn vom LfU zeigt die Stelle, an der sich die Staubschicht befindet, die auf eine große Katastrophe vor Millionen von Jahren hinweist.

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    Berchtesgadener forschen: Warum sind Dinosaurier ausgestorben?

    Es ist ein deutschlandweit einzigartiges Projekt: An einem Steilhang im Lattengebirge wollen Wissenschaftler neue Erkenntnisse gewinnen, wie die Dinosaurier ausgestorben sind. Dort ist eine sehr seltene Kombination von Bodenschichten entdeckt worden.

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    Die Bodenschichten bei Berchtesgaden sollen nun genau analysiert werden:

    Drei Schichten lagern übereinander im Berg oberhalb von Schneizlreuth: Unten Kalk - ein Zeichen, dass hier vor Jahrmillionen Meerestiere gelebt haben, die versteinert wurden. Darüber eine Lehmschicht, in der diese Lebewesen nicht mehr zu finden sind.

    Staub und Gaspartikel von der Katastrophe, die die Dinos dahinraffte?

    Und dazwischen das Besondere: Eine millimeterdünne Schicht aus Staub- und Gaspartikeln - Reste einer Katastrophe, die das Aussterben zahlreicher Tiere und auch der Dinosaurier verursacht haben könnte. Aber was genau hat sich ereignet? Ein Meteoriteneinschlag in Mexiko? Oder ein Vulkanausbruch in Indien? Oder beides? Und in welcher Reihenfolge könnte es passiert sein?

    Suche nach Iridium, Quecksilber und Selen als Beleg für den Meteoriteneinschlag

    Auf diese Fragen erhoffen sich die Forscher Antworten im Berchtesgadener Land: Sie suchen in den drei Schichten nach Iridium, einem Stoff der bei Meteoriteneinschlägen hochkonzentriert zu finden ist. Und nach Quecksilber und Selen, die auf Vulkanismus hindeuten. Sollten die Analysen erfolgreich sein, erwartet Anette Regelous, Chemikerin an der Uni Erlangen, bahnbrechende Erkenntnisse. Denn bisher gebe es hierzu nur sehr wenige Studien.

    Dino-Hinweis-Brocken kommen ins Museum

    Erste Ergebnisse der Bodenanalysen werden in einem halben Jahr erwartet. Die im Lattengebirge gefundene Bodenkombination ist zudem so selten, dass ein Teil davon abgetragen, konserviert und in einem Museum ausgestellt werden soll. Wo genau, ist noch unklar.