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Dingolfing: Landesfeuerwehrverband wählt neuen Vorsitzenden | BR24

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Nach 16 Jahren verabschiedet sich Alfons Weinzierl, der Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes Bayern, in den Ruhestand. Aber auch künftig will er für Verbesserungen im Feuerwehrwesen kämpfen.

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Dingolfing: Landesfeuerwehrverband wählt neuen Vorsitzenden

Nach 16 Jahren verabschiedet sich Alfons Weinzierl, der Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes Bayern, in den Ruhestand - aus Altersgründen. Aber auch künftig will er für Verbesserungen im Feuerwehrwesen kämpfen.

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Der Landesfeuerwehrverband Bayern bekommt einen neuen Vorsitzenden - dieser wird am Wochenende gewählt. Der bisherige Chef der 315.000 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren in Bayern, Alfons Weinzierl, verzichtet bei der Landesdelegiertenversammlung am Freitag und Samstag in Dingolfing aus Altersgründen auf eine erneute Kandidatur.

Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Innenminister Joachim Herrmann haben ihr Kommen zugesagt. Weinzierl kämpft aber weiter für Verbesserungen im bayerischen Feuerwehrwesen.

Mehr Anreize für ehrenamtliche Einsatzkräfte

So fordert Weinzierl mehr Lehrgangsplätze und Entlastungen für die Wehren. Einsatzkräfte würden immer öfter zweckentfremdet bei Absperrmaßnahmen oder Sicherungseinsätzen - zum Beispiel auf Autobahnen. Dazu komme die steigende Anzahl an Fehlalarmen wegen nicht ausreichend gewarteten Brandmeldeanlagen. Das alles mache die Helfer mürbe.

Weinzierl schlägt deshalb zusätzliche Anreize für ehrenamtliche Feuerwehreinsatzkräfte vor, die rund um die Uhr 365 Tage im Jahr Leben retten, Brände löschen und Gefahren abwenden. Mit der Ehrenamtskarte allein sei das nicht getan.

"Es braucht zum Beispiel Vergünstigungen im ÖPNV, Vergünstigungen in öffentlichen Einrichtungen, sei es in Hallenbädern, Freibädern oder vieles mehr. Hier kann die Gemeinde oder der Staat mit Sicherheit was dazu beitragen." Alfons Weinzierl, Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes Bayern

Weinzierl sagt, nur so sei das Ehrenamt in seiner jetzigen Form aufrecht zu erhalten. Ohne die Freiwilligen Feuerwehren würde es teuer werden. "Ein Durchschnittslandkreis würde, wenn er das hauptamtlich umsetzten müsste, rund 700 bis 800 Hauptamtliche brauchen. Das wären 40 bis 50 Millionen Euro für einen Durchschnittslandkreis, auf Bayern vier bis fünf Milliarden Euro", so Weinzierl.

Lehrgangsangebot muss ausgebaut werden

Zudem mahnt Weinzierl an, dass das Lehrgangsangebot an den drei bayerischen Feuerwehrschulen in Geretsried, Regensburg und Würzburg dringend ausgebaut werden müsse.

Am Samstag beginnt die Feuerwehraktionswoche. Sie steht heuer unter dem Motto "Wir sind Ehrenamt".

© picture alliance / dpa

Nach 16 Jahren tritt der Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes Bayern, Alfons Weinzierl, ab - aus Altersgründen.