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Digitalisierung: Ministerin Gerlach sieht Bayern gut aufgestellt | BR24

© pa/dpa/Daniel Karmann

"Digital" und "Künstliche Intelligenz" steht auf einer Logowand beim Digital-Gipfel der Bundesregierung am 04.12.18.

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    Digitalisierung: Ministerin Gerlach sieht Bayern gut aufgestellt

    Eine App für Behördengänge, aus der Ferne steuerbare Fabriken und mehr Frauen in der Branche: Das sind einige Ziele von Bayerns Digitalministerin Gerlach. Heute hat sie den Landtag über ihre Arbeit informiert - dabei gab es auch kritische Fragen.

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    Die Staatsregierung sieht Bayern gut gerüstet für die Herausforderungen der Digitalisierung. Das machte Digitalministerin Judith Gerlach (CSU) heute bei einem Bericht im Wirtschaftsausschuss des Landtags deutlich. Ein Gutachten der Unternehmensberatung Deloitte Digital, das von der Staatsregierung in Auftrag gegeben wurde, bescheinigt dem Freistaat eine gute Ausgangsbasis, um den digitalen Wandel zu bewältigen.

    Laut Gerlach soll die "Hightech-Agenda" der Staatsregierung dabei helfen, die wissenschaftliche Kompetenz für Künstliche Intelligenz (KI) von München aus in ganz Bayern zu verstärken. "Unsere Langzeitvision ist die bayerische KI-Fabrik, die sich aus der Ferne steuern lässt", erläuterte Gerlach. Die Corona-Krise habe gezeigt, "wie wichtig es ist, dass Fabriken auch möglichst unabhängig von der Präsenz von Beschäftigten weiter verfahren können."

    SPD: "Was passiert mit Beschäftigten?"

    Für die Opposition greift das allerdings zu kurz. "Was passiert dann mit den Beschäftigten in so einer Fabrik?", fragte die SPD-Landtagsabgeordnete Anette Karl. Auch Benjamin Adjei von den Grünen kritisierte die Ministerin: "Sie sprechen viel über die Relevanz der Digitalisierung für die Wirtschaft. Was soll sich sozial und ökologisch durch die Digitalisierung entwickeln?" Und Albrecht Duin von der FDP forderte eine noch größere Rolle der Privatwirtschaft bei der Digitalisierung des Freistaats: "Wir brauchen mehr Steuerabschreibungsmöglichkeiten für Firmen - und wir sollten an den Schulen Sponsoring durch private Firmen erlauben."

    Noch im Laufe dieses Jahres will der Freistaat die erste Version einer sogenannten Bayern-App anbieten. Diese App soll Zugang zu Dienstleistungen und Informationen der Verwaltung bieten. Vertreter aller Parteien im Ausschuss waren sich heute derweil einig darüber, dass die Digitalwirtschaft mehr Frauen braucht - zumal viele Firmen der Branche über Personalknappheit klagen.

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