Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Digitales Rätselraten im Museum | BR24

© BR/Simone Schülein

Ein Gemälde lockt im digitalen Zeitalter junge Menschen kaum mehr ins Museum. Die Macher müssen daher digitale Strategien entwickeln. Wie das schon heute umgesetzt wird, erklärt eine Museumspädagogin im Gespräch mit der Bayern 2-Regionalzeit.

Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Digitales Rätselraten im Museum

Ein Gemälde an der Wand lockt im digitalen Zeitalter junge Menschen kaum mehr ins Museum. Die Macher müssen daher kreativ werden und digitale Strategien entwickeln. Wie das schon heute umgesetzt wird, erklärt eine Museumspädagogin.

Per Mail sharen
Teilen

Unter dem Motto "Wegweisend! Methoden und Formate für das Museum der Zukunft" tagt der Bundesverband Museumspädagogik bis Sonntag im Germanischen Nationalmuseum, um über das Museum der Zukunft zu diskutieren. Im heutigen digitalen Zeitalter sind soziale Medien, Apps und Smartphones nicht mehr wegzudenken. Museen, die auf klassische Führungen setzen, hinken hierbei vor allem bei der jungen Zielgruppe hinterher.

Rätselraten im Museum über soziale Netzwerke

Jessica Mack-Andrick ist stellvertretende Leiterin des Kunst- und Kulturpädagogischen Zentrums der Museen Nürnberg (KBZ). Im Gespräch mit der Bayern 2-regionalZeit erklärt sie, dass in der Museumspädagogik neue Wege erkundet werden: "Ein Beispiel, das aktuell auch schon im Germanischen Nationalmuseum betrieben wird, ist das Format zum Rätselobjekt des Monats, bei dem sich Besucher über ein rätselhaftes Objekt Gedanken machen und dann auch in Social Media Vorschläge machen können, um was für ein Objekt es sich dabei handelt".

Besucher sollen Beiträge liefern

Laut Mack-Andrick wünschen sich Museumsbesucher immer mehr Möglichkeiten zum Mitmachen. Das KBZ hat deshalb Projekte entwickelt, um Besucher in Ausstellungen einbinden zu können, sagt Museumspädagogin Mack-Andrick: "Das tun wir im KBZ in den Museen auch immer wieder mit Projektarbeit, mit Schulklassen. Wobei wir immer Angebote machen, dass auch gemeinsam mit Bürgern Beiträge für Ausstellungen erarbeitet werden."

Forschung aus dem Elfenbeinturm in die Lounge

In anderen Ausstellungen sollen die Besucher nicht nur eingebunden werden, sondern können auch mit Ausstellungsmachern direkt ins Gespräch kommen. So gibt es etwa Dialog-Formate: "Zum Beispiel können die Besucher im Germanischen Nationalmuseum in einer extra eingerichteten Lounge in der Ausstellung "Abenteuer Forschung" mit Wissenschaftlern ins Gespräch kommen. Aber eben nicht in einer Vortragssituation, sondern ganz gemütlich in der Lounge", sagt Jessica Mack-Andrick. Dadurch verlasse die Forschung den Elfenbeinturm und werde verständlich vermittelt.

Digitalisierung als Chance

Die Digitalisierung sei insgesamt eine Chance für die Museen. Sie sind zeitgemäße Zugänge zu Museen und den kulturellen Angeboten. Trotzdem sei nach der Digitalisierung die persönliche Vermittlung eine wichtige Aufgabe in Museen: "Die persönliche Vermittlung vor Ort, also eine gute Führung, ein gutes Gespräch mit Schulklassen ist nach wie vor die zweite ganz wichtige Aufgabe von Vermittlung im Museum", sagt die Nürnberger Museumspädagogin Jessica Mack-Andrick.