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Etagenbett

Auf die offen gestellte Frage nach den aktuell wichtigsten Problemen im Bundesland thematisieren 44 Prozent (-8) Zuwanderung und Integration. Mit dem beginnenden Landtagswahlkampf hat sich die Aufmerksamkeit vom Flüchtlingsthema wegbewegt: Jede fünfte Problemnennung (22 Prozent; +5) im Freistaat betrifft aktuell Wohn- und Mietfragen, so dass die Lage auf dem Wohnungsmarkt erstmals einen größeren Stellenwert als die Schul- und Bildungspolitik (19 Prozent; +2) einnimmt. In den bayerischen Metropolen mit mehr als 100.000 Einwohnern entfällt sogar gut jede dritte Nennung auf den angespannten Wohnungsmarkt.

71 Prozent: Gerechte Verhältnisse in Bayern

Wirtschafts- (3 Prozent) und Arbeitsmarktfragen (5 Prozent) spielen aufgrund der guten Konjunkturdaten im Freistaat vor dieser Wahl im Problembild der Bayern keine herausragende Rolle. Dies prägt den Blick auf die Landesverhältnisse: Sieben von zehn Bayern (71 Prozent) sprechen von insgesamt gerechten Verhältnissen im Freistaat, mit Blick auf die deutschlandweiten Verhältnisse kommen nur 58 Prozent der Bundesbürger zu diesem Urteil.

Hohes Sicherheitsgefühl im Freistaat

Die Bayern fühlen sich überdurchschnittlich sicher. Mit 36 Prozent ist die Anzahl derjenigen im Freistaat, die sich im öffentlichen Raum sehr sicher fühlen, fast doppelt so hoch wie bundesweit (20 Prozent).

Vor allem AfD-Wähler sehen Migration als Problem

Die Migrationsthematik prägt in Bayern vor allem die Problemwahrnehmung der AfD-Wähler (71 Prozent), aber auch die von Anhängern der CSU (56 Prozent) sowie der Freien Wähler (46 Prozent). Thematisch breiter ist demgegenüber die Problemsicht von SPD und Grünen-Anhängern. Die SPD-Anhänger erachten Wohnungsprobleme (33 Prozent) als nicht wesentlich größer als Zuwanderungs- (28 Prozent) und Bildungsfragen (29 Prozent). Für die Grünen-Anhänger haben Wohnungsfragen (29 Prozent) ein ähnliches Gewicht wie Aspekte des Umwelt- und Klimaschutzes (28 Prozent) oder der Flüchtlingspolitik (26 Prozent).