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Diese Regeln gelten in niederbayerischen Corona-Hotspots | BR24

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Inzidenzwerte über 300: Die niederbayerischen Landkreise Passau, Freyung-Grafenau und Regen zählen derzeit bundesweit zu den Corona-Hotspots. Deswegen verschärfen die Landkreise jetzt die Maßnahmen. Diese Regeln gelten ab heute.

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Diese Regeln gelten in niederbayerischen Corona-Hotspots

Inzidenzwerte über 300: Die niederbayerischen Landkreise Passau, Freyung-Grafenau und Regen zählen derzeit bundesweit zu den Corona-Hotspots. Deswegen verschärfen die Landkreise jetzt die Maßnahmen. Diese Regeln gelten ab heute.

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Von
  • Kathrin Unverdorben
  • Konstantin König
  • BR24 Redaktion

Im Südosten Niederbayerns hatten sich die Inzidenzwerte bedenklich nach oben entwickelt: Die kreisfreie Stadt Passau hat laut RKI mit 479,1 (Stand: 02.12., 0 Uhr) erneut bundesweit den höchsten Inzidenzwert und auch die Landkreise Regen (382,4), Passau (331,2) und Freyung-Grafenau (365) liegen bundesweit unter den zehn Regionen mit den höchsten Inzidenzzahlen. Deshalb werden die Maßnahmen ab Mittwoch verschärft, um die Pandemie einzudämmen.

Ausgangsbeschränkungen im Landkreis Passau

Wie das Landratsamt Passau mitteilt, dürften die Bürgerinnen und Bürger zwischen 20 und 6 Uhr das Haus nur noch aus triftigen Gründen verlassen - diese seien der Arbeitsweg, Sport und Bewegung an der frischen Luft oder Arztbesuche.

Außerdem werden alle Schulen ab der 7. Klasse in den Wechselunterricht übergehen. Um die Alten- und Pflegeeinrichtungen zu schützen und das Ansteckungsrisiko dort zu senken, werden strenge Besuchsregelungen erlassen: Das Betreten ist nur noch mit FFP2-Masken, einem vor Ort durchgeführten Schnelltest oder der Vorlage eines aktuellen negativen Corona-PCR-Testergebnisses möglich. Des Weiteren dürfen sich bei Versammlungen nur noch höchstens zehn Menschen für maximal 60 Minuten treffen. Kräfte der Bundeswehr würden das Gesundheitsamt in der Kontaktpersonenermittlung unterstützen, heißt es weiter.

Landrat Passau: "Die Lage ist sehr ernst"

Landrat Raimund Kneidinger (CSU) bittet die Bevölkerung inständig darum, sich an die Einschränkungen zu halten. Die Lage sei sehr ernst: "Wir müssen jetzt zusammenhelfen und durchhalten. Nur gemeinsam haben wir eine Chance gegen Corona. Wenn wir jetzt nicht handeln, überfordern wir unsere Krankenhäuser und die Intensivstationen, die sich jetzt schon auf die Kapazitätsgrenze zubewegen", so Kneidinger. Man habe sich mit den niederbayerischen Landräten abgestimmt.

Ähnliche Einschränkungen in Kreisen Regen und Freyung-Grafenau

Die Landkreise Freyung-Grafenau und Regen erlassen aufgrund der hohen Corona-Infektionswerte ebenfalls eine Allgemeinverfügung. Diese gilt ab sofort bis Sonntag, den 20.12. und baut auf der neunten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung auf. Die Maßnahmenkataloge sind mit der Regierung von Niederbayern abgestimmt und nahezu identisch untereinander und mit den Regelungen des Nachbarlandkreises Passau.

So gilt von 20 Uhr abends bis sechs Uhr eine allgemeine Ausgangsbeschränkung. Die eigene Wohnung darf nur noch aus triftigen Gründen verlassen werden, zum Beispiel für die Ausübung des Berufs, für Arzttermine oder Sport an der frischen Luft. Pflegeeinrichtungen wie Seniorenheime oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderung dürfen nur nach Vorlage eines negativen Corona-Tests betreten werden. Alle Besucher müssen eine FFP2-Schutzmaske tragen. An den Schulen soll Wechselunterricht angewendet werden, wenn die Mindestabstände nicht eingehalten werden können.

"Wir müssen es gemeinsam schaffen, die Infektionswerte zu senken. Ich rufe Sie deswegen alle auf, sich an diese Regeln zu halten um gerade die Schwächeren und für diese Krankheit anfälligeren Nachbarn, Verwandten und Freunde zu schützen." Sebastian Gruber (CSU), Landrat von Freyung-Grafenau
© BR/Konstantin König

Sebastian Gruber (CSU), Landrat von Freyung-Grafenau, äußert sich zu den Ausgangsbeschränkungen im Landkreis.

Präsenzunterricht an Grundschulen soll aufrecht erhalten werden

Aktuell werden 28 Covid-19 Patienten in den Kliniken des Landkreises Regen behandelt. Neun Patienten liegen auf der Intensivstation, alle müssen beatmet werden. Wie ein Sprecher des Landkreises auf BR-Anfrage mitteilt, soll noch am Dienstag die für den Landkreis Regen gültige Allgemeinverfügung veröffentlicht werden.

Dem BR sagte die Regener Landrätin Rita Röhrl (SPD) bereits zuvor, Ziel sei, zumindest in den Grundschulen den Präsenzunterricht aufrechtzuerhalten. Ab der sechsten Jahrgangsstufe gelte verpflichtend der Mindestabstand von 1,5 Metern. In Schulen, wo das nicht gewährleistet werden kann, solle zum Wechsel- oder Distanzunterricht übergegangen werden.

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