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Thermen, Saunen, Hallenbäder – welche Regeln jetzt gelten | BR24

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Die Hallenbäder in Bayern dürfen in wenigen Tagen wieder in Betrieb genommen werden.

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    Thermen, Saunen, Hallenbäder – welche Regeln jetzt gelten

    Baden und Saunieren in Corona-Zeiten: Ab dem 22. Juni dürfen in Bayern auch die Innenbereiche von Schwimm- und Wellnessanlagen öffnen. Doch wie wird der Betrieb in Hallenbädern und Saunen genau aussehen? Die voraussichtlichen Regeln im Überblick.

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    Erleichterung und Vorfreude bei Hallenbädern, Hotels mit Wellnessbereichen und Thermenbetreibern: Sie dürfen ab Montag die entsprechenden Bereiche wieder öffnen. Der Betrieb wird anders aussehen, als gewohnt. Das finale Hygiene- und Sicherheitskonzept wird derzeit noch vom bayerischen Gesundheits- und Wirtschaftsministerium erstellt. Auszüge daraus liegen dem Bayerischen Rundfunk allerdings bereits vor.

    Der Betrieb in Thermen

    Viele Thermen Bayerns haben eigene Hygienekonzepte erstellt, um sich auf die Wiedereröffnung vorzubereiten. Grundsätzlich gehe man daher davon aus, dass durch das offizielle Konzept der Staatsregierung nur noch wenige Anpassungen nötig seien, so der Geschäftsleiter der Therme Erding, Marcus Maier. Bereits klar ist: Gäste werden vom Eingangsbereich bis zu den Umkleiden eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen müssen, außerdem im Gastrobereich. In den Schwimmhallen und allen feuchten Bereichen wie Duschen und WCs wird das nicht nötig sein. Duschplätze müssen aber deutlich voneinander getrennt sein. Auch bei den Ruheliegen in Thermen gilt der übliche Abstand von 1,5 Metern, außer natürlich bei Familien und Paaren. Im Hygienekonzept etwa der Therme Erding ist zudem vorgesehen, die Liegen nach jedem Wechsel zu desinfizieren. Außerdem soll es in Badebecken je nach Beckengröße eine Maximalzahl an Personen geben, die sich gleichzeitig darin aufhalten dürfen. Beim Anstehen an der Rutsche gibt es Markierungen, wie man sie von Kassen kennt, damit Abstände eingehalten werden.

    Größte Therme Bayerns in Erding öffnet am 25.6. wieder

    Einige Thermen in Bayern wollen gleich am Montag ihre Innenbereiche wieder öffnen. Weil noch ein paar Reparaturarbeiten abgeschlossen werden müssen, wird die Therme Erding das erst am Donnerstag, 25.6. tun. Geschäftsleiter Maier rechnet bei der Gesamtzahl an zugelassenen Gästen damit, dass die 10-Quadratmeter-pro-Person-Regel aus dem Einzelhandel auch für Thermen gelten werde. Das ist allerdings noch nicht offiziell. Es würde in Erding zum Beispiel bedeuten, dass sich 1500 Gäste täglich, mit denen Maier im kommenden Juli durchschnittlich rechnet, gleichzeitig in der Therme aufhalten könnten.

    Die Regeln für Saunen und Wellnessbereiche

    Bei den Saunabereichen in Thermen oder Wellnesshotels gibt es vor allem zwei Einschränkungen: Dampfbäder dürfen noch nicht wieder betrieben werden. Und in Saunen sind wohl vorerst keine Aufgüsse erlaubt. Auch hier gilt: Abstände müssen eingehalten werden, dadurch reduziert sich automatisch die Zahl der Personen, die sich gleichzeitig in einer Sauna aufhalten dürfen. Unklar war zuletzt noch, ab welcher Gradzahl die Saunen betrieben werden dürfen. In Brandenburg gelten zum Beispiel mindestens 80 Grad. Eine Sprecherin des bayerischen Wirtschaftsministeriums bestätigte dem BR allerdings, dass Saunen in Bayern ab 60 Grad in Betrieb genommen werden dürfen.

    Was gilt in Hallenbädern?

    Jürgen Puls vom Hallenbad im oberbayerischen Ebersberg ist vorbereitet. Denn das Bad ist schon seit drei Wochen im ausschließlichen Betrieb für Kaderschwimmer. Bisher war Abstand halten kein Problem: Die Schwimmerinnen und Schwimmer konnten vom Eingang über vier unterschiedliche Wege zu Umkleideräumen, Duschen und ins Becken gehen, ohne sich dabei nahe zu kommen. Die getrennten Wege seien sogar spielerisch markiert gewesen mit Mensch-Ärger-Dich-Nicht-Farben und Figuren. Jeder und jede im Becken hatte eine Bahn für sich. Nun will das Hallenbad ab Montag möglichst wieder für alle zur Verfügung stehen. Wie das Konzept jetzt mit mehr Badegästen angepasst werden muss, ist noch unklar. Dazu warte das Bad noch auf das finale Konzept von Wirtschafts- und Gesundheitsministerium, so Puls. Dort heißt es, man sei sich bewusst, wie knapp die Zeit für die Betreiber zur Vorbereitung sei und man bemühe sich, das Konzept so schnell wie möglich fertig zu haben. Spätestens am Freitag sollen alle Details geklärt sein und veröffentlicht werden.

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