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Die wichtigsten Fragen zum Derblecken auf dem Nockherberg | BR24

© picture alliance / dpa

Der Saal ist jedes Jahr gut gefüllt beim Starkbier-Anstich auf dem Nockherberg.

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    Die wichtigsten Fragen zum Derblecken auf dem Nockherberg

    Nockherberg, Bier und Derblecken – ein Dreiklang, den wahrscheinlich viele kennen. Bei den Hintergründen zum jährlichen Starkbier-Anstich wird es dagegen schon anspruchsvoller. Wir beantworten deshalb die wichtigsten Fragen.

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    Von
    • Tobias Brunner

    Der jährliche Starkbier-Anstich am Nockherberg steh für vieles: für allerlei politische Prominenz, für schwere Tonkrüge voll mit Bier und für bissige Sprüche beim Derblecken. Aber wer kann an dem Abend eigentlich teilnehmen und welches Bier wird da genau ausgeschenkt? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

    Wer veranstaltet den Nockherberg?

    Hinter dem jährlichen Derblecken steht die Paulaner Brauerei und die Schörghuber Unternehmensgruppe, zu der die Brauerei gehört. Der Abend auf dem Nockherberg bildet immer den Startschuss für das alljährliche Starkbierfestes. Das Fest auf dem Nockherberg von Paulaner ist dabei nur eines von vielen in München und Bayern – dank des Starkbierfest wohl aber das bekannteste.

    Kann jeder daran teilnehmen?

    Nein, Karten für den Abend gibt es nicht zu kaufen. Wer eingeladen wird, entscheidet allein der Veranstalter – und macht das auch nicht vorab publik. Gesetzt sind in der Regel die wichtigsten bayerischen Politiker und die Parteivorsitzenden auf Bundesebene. Knapp 500 Gäste werden heuer erwartet.

    Für jeden geöffnet hat hingegen das eigentliche Starkbierfest, das heuer vom 13. März bis 5. April dauert.

    Wo findet das Derblecken statt?

    Das Event steigt auf dem Gelände der Paulaner Brauerei im Münchner Stadtteil Au-Haidhausen – auf dem Nockherberg. Dieser "Nockherberg" ist inzwischen zum Synonym für vieles geworden: für das Areal am östlichen Isarufer, für das politische Derblecken und für das Starkbierfest selbst.

    Bereits im 17. Jahrhundert brauten an dieser Stelle die Mönche des Paulanerordens ihr Bier. Auf sie geht deshalb auch die Geschichte des Starkbierausschanks zur Fastenzeit zurück.

    Starkbier – was ist das eigentlich?

    Der untergärige Doppelbock. Um diesen dreht sich auf dem mehr als dreiwöchigen Starkbierfest fast alles. Drei Monate lang reift das Bier bei -1 Grad im Lagerkeller. Es schmeckt malziger als ein gewöhnliches Helles und ist unfiltriert, erklärt Brauerei-Chef Andreas Steinfatt.

    Wer sich wenig bis gar nicht mit Bier auskennt, dem sei gesagt: Der Name ist tatsächlich Programm. Starkbier kommt auf deutlich mehr Alkoholgehalt, am Nockherberg sind es 7,9 Prozent.

    Wie läuft der Abend genau ab?

    Den ersten Schluck Starkbier bekommt traditionell der bayerische Ministerpräsident überreicht. Anschließend ist der Abend zweigeteilt: Zunächst derbleckt Maximilian Schafroth als Fastenprediger die Politiker, danach bekommen sie im Singspiel noch einmal ihr Fett weg.

    Das ganze Programm wird live im BR Fernsehen, in der BR Mediathek und bei BR24 übertragen; und es lässt sich natürlich auch noch später in der BR Mediathek ansehen.