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Die Wassersport-Saison am Forggensee wird verlängert | BR24

© BR/Beate Bastian

Nach 65 Jahren bleibt der Forggensee (Lkr. Ostallgäu) zum ersten Mal bis zum Ende der bayerischen Herbstferien für Wassersportler nutzbar. Letztes Jahr war der See gesperrt. Jetzt herrscht Nachholbedarf - vor allem auch in finanzieller Hinsicht.

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Die Wassersport-Saison am Forggensee wird verlängert

Nach 65 Jahren bleibt der Forggensee (Lkr. Ostallgäu) zum ersten Mal bis zum Ende der bayerischen Herbstferien für Wassersportler nutzbar. Letztes Jahr war der See gesperrt. Jetzt herrscht Nachholbedarf - vor allem auch in finanzieller Hinsicht.

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Soweit es die Sicherheit, Ökologie und betriebliche Belange zulassen, will der Kraftwerksbetreiber Uniper den Vollstau des Forggensees bis zum 3. November aufrecht erhalten.

"Nachholbedarf" für Wassersportler am Forggensee

Damit soll eine kleine Verlängerung der touristischen Saison in der Region ermöglicht werden, nachdem der Forggensee im letzten Jahr wegen der Großbaustelle auf dem Damm und wegen des trockenen Sommers im Anschluss nicht gefüllt werden konnte. Der eine oder andere Wassersportler habe deshalb möglicherweise Nachholbedarf, sagte Pressesprecher Theodoros Reumschüssel.

Warum im Forggensee Wasser abgelassen wird

Der „Abstau“ des Forggensees beginnt üblicherweise am 18. Oktober. Das Ablassen des Wassers sei wichtig, um die winterliche Wasserführung des Lechs aufzubessern, was insbesondere für das Laichen der Fische in den Randzonen des Flusses wichtig sei. Außerdem brauche man das Volumen im Forggensee für die Schneeschmelze im Frühjahr, erklärte Reumschüssel.

Die lange Sperrung des Forggensees

Von April 2018 bis Mitte September war der Forggensee wegen einer umfangreichen Dammsanierung für Besucher und Wassersportler gesperrt. Unter anderem bekam der Damm in Roßhaupten eine neue Dichtung über seine gesamte Länge in Form einer Erdbetonschlitzwand, die in 77 einzelnen Abschnitten von der Dammkrone aus eingebracht wurde, und ein hochmodernes Glasfaser-Erfassungssystem. Insgesamt hat Uniper in die Maßnahme 30 Millionen Euro investiert.

Hohe Verluste wegen der Damm-Sanierung

Die Arbeiten an dem Damm haben in der Region auch viele Probleme verursacht. Autofahrer mussten lange Umwege in Kauf nehmen und auch der Tourismus verzeichnete Einbußen. Die kommerzielle Schifffahrt lag das komplette letzte Jahr still. Die Forggensee-Schifffahrt spricht von einem Minus von rund 800.000 Euro.