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Unter anderem sollen öffentliche Räume stärker begrünt werden. So könnten Städte gekühlt und die Lebensqualität gleichzeitig erhöht werden.

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    Die Stadt der Zukunft ist nachhaltig, klimaschonend und grün

    Viele bayerische Städte sind Betonwüsten. Die Böden sind versiegelt, Straßen zerschneiden Lebensräume und von Bäumen fehlt jede Spur. Eine Stadtplanung, die für Experten nicht zukunftsfähig ist, deswegen geht nun der "Bürgerrat Klima" an die Arbeit.

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    Von
    • BR24 Redaktion

    Beim Kampf gegen den Klimawandel spielen Städte eine entscheidende Rolle. "Es wird heißer, also müssen wir unsere Städte anpassen, wir müssen mehr kühlen, mehr beschatten und wir brauchen mehr Wasser in den Siedlungen", erklärt Mario Tvrtković von der Hochschule Coburg, der als Professor für Städtebau den ersten bundesweiten "Bürgerrat Klima" berät.

    160 Personen am Bürgerrat beteiligt

    Der Bürgerrat unter der Schirmherrschaft des ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler nimmt am Montag seine Arbeit auf. 160 zufällig ausgeloste Bürgerinnen und Bürger diskutieren in zwölf Online-Sitzungen, wie die politischen Ziele im Einklang mit dem Pariser Klimaschutzabkommen aus dem Jahr 2015 erreicht werden können.

    Kohlendioxid-Ausstoß muss verringert werden

    Bei den Themen Verkehr, Gebäude und Wärme, Energie und Ernährung erhält der Bürgerrat Beratung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Die Ergebnisse sollen im Herbst allen Parteien des Bundestages überreicht werden.

    Aus Sicht von Mario Tvrtković muss in den Städten vor allem der CO2-Ausstoß reduziert werden. Dafür müssten die Wege kürzer und zu Fuß, mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden. Statt neu zu bauen, sollen in den Städten und Dörfern lieber bestehende Gebäude wärmeisoliert und saniert werden. "Wir müssen eigentlich fünf Mal so viel sanieren, als wir es momentan tun", so Tvrtković weiter.

    Öffenlicher Raum muss "grüner" werden

    Außerdem sollten öffentliche Räume stärker begrünt werden. "Wir brauchen Wasser, Bäume und Ruheräume statt Asphalt, der sich erhitzt", meint Tvrtković. Wenn eine Straße mit Bäumen gesäumt werde, sinke die Temperatur an der Oberfläche um bis zu 30 Grad Celsius. "Damit kühlen wir nicht nur unsere Städte, sondern erhöhen auch die Lebensqualität."

    Mit Material von dpa.

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