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Joachim Wolbergs

Wolbergs' Anwalt Peter Witting aus München weist im Namen seines Mandanten die Vorwürfe erneut "unverändert entschieden" zurück. Der Verteidiger wirft der Staatsanwaltschaft Regensburg vor, dass sie "rechtsstaatliche Mindeststandards" nicht einhalte.

Von einem "fairen Verfahren könne längst nicht mehr die Rede sein", so Witting. So sei Anklage erhoben worden, ohne dass dies in den Akten vermerkt sei. Noch vor zwei Wochen habe die Staatsanwaltschaft Akteneinsicht zugesagt, diese bis jetzt aber nicht gewährt.

Kohnen: "Schwerwiegende Vorwürfe"

Die Landesvorsitzende der Bayern-SPD, Natascha Kohnen, erklärte heute, die Vorwürfe gegen Wolbergs seien "schwerwiegend". Sie befürchtet, dass die Kommunalpolitik generell Schaden nimmt.

"Wenn diese Vorwürfe bewiesen werden sollten, dann ist das ein schwerer Schaden für die Stadt Regensburg und vor allem für die Kommunalpolitik auch über die Stadt hinaus." Natascha Kohnen, SPD

Regensburgs SPD-Vorsitzende Wild froh

Die Regensburger SPD-Vorsitzende und Landtagsabgeordnete Margit Wild sagte dem BR, dass sie froh sei über die Anklageerhebung der Staatsanwaltschaft. Die Vorwürfe in der Anklage seien "gravierend". In einem Prozess habe Wolbergs die Gelegenheit, sie zu entkräften, so Wild.