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Die Preisträger des Bayerischen Fernsehpreises 2019 | BR24

© dpa-Bildfunk/Tobias Hase

Verleihung Bayerischer Fernsehpreis 2019

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Die Preisträger des Bayerischen Fernsehpreises 2019

Der Bayerische Fernsehpreis 2019 wurde am Freitagabend im Münchner Prinzregententheater verliehen. Der Ehrenpreis des Ministerpräsidenten ging an die beiden Brüder Fritz und Elmar Wepper.

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Der Abend begann mit der Verleihung des Nachwuchsförderpreises. Natalie Spinell, Regisseurin und Drehbuchautorin, wurde für die höchst erfolgreiche, vierteilige BR-Serie "Servus Baby" ausgezeichnet. Da geht es um vier Frauen um die 30 im schönen, teuren München – um die Liebe, um die Fortpflanzung, die Karriere und bezahlbaren Wohnraum.

"Servus Baby" besticht durch seine präzise und hochemotionale Erzählung von Lebenswelten und ihren Figuren. Natalie Spinell erzählt nicht mit moralischem Zeigefinger und ohne Abwertung, sondern mit purer Neugier, Lust und Humor. Und das ganz ohne Berührungsängste. Geschichtenerzählerinnen und Filmemacherinnen wie Natalie Spinell braucht diese Generation dringend. Bitte mehr davon. Danke." Jurybegründung Auszeichnung "Servus Baby"

Laudatio in außergewöhnlicher Garderobe

Die vier Schauspielerinnen aus "Servus Baby" standen in Bademänteln auf der Bühne und sangen ihrer Regisseurin ein Laudations-Lied. Die nächsten vier Folgen sind in Planung, derzeit wird an den Drehbüchern gearbeitet. Am Samstag, den 25. Mai, sind die aktuellen Folgen ab 23.25 Uhr nochmals im BR Fernsehen zu sehen. Ab sofort kann man sie auch in der BR Mediathek für die nächsten drei Monate abrufen.

Anna Schudt als beste Schauspielerin geehrt

Als beste Schauspielerin wurde Anna Schudt für "Aufbruch in die Freiheit" ausgezeichnet, als bester Schauspieler Jan Josef Liefers in "Arthurs Gesetz". Der Moderator Axel Brüggemann bekam einen Blauen Panther in der Kategorie Kultur und Bildung – für seine Marathon-Live-Sendung von den Wagner-Festspielen in Bayreuth. Als bester Auslandskorrespondent bekam Ulf Röller für seine acht Jahre als Studioleiter des ZDF in Washington den Blauen Panther, demnächst wechselt der Journalist als Berichterstatter nach China.

Maren Kroymann kam nicht zur Verleihung

In der Sparte Unterhaltung wurde die Schauspielerin Maren Kroymann ausgezeichnet, für ihre Personality-Show "Kroymann", die auf kluge Art und Weise Comedy und Satire verbindet. Satire sei lebensnotwendig für das Funktionieren der Demokratie, meinte Kroymann in einem eingespielten Video, weil sie wegen Dreharbeiten nicht zur Verleihung nach München kommen konnte.

Auszeichnung für Kampf gegen Antisemitismus

Für die zweiteilige Dokumentation mit Spielelementen "Exodus? – Eine Geschichte der Juden in Europa" wurde Produzent und Regisseur Gero von Boehm geehrt – und meinte in seiner Laudatio, wie wichtig es sei, den Antisemitismus in Deutschland mit allen Mitteln und radikal zu bekämpfen.

Blauer Panther ging zum ersten Mal an Brüder

Viele der Zuschauer warteten am Ende auf den Ehrenpreis für das Lebenswerk – den erhielten erstmals in der Geschichte des Bayerischen Fernsehpreises zwei Schauspieler-Brüder: Fritz und Elmar Wepper. "Wir hatten schon eine Parität, aber die war bedingt durch: großer Bruder/kleiner Bruder. Trotzdem haben wir beide uns immer gelassen, wie wir sind", meinte der kleine Bruder Elmar. Und Fritz antwortete: "Also, da gibt es auch gar keinen Neid. Wir sind ja nicht Kain & Abel, sondern Elmar und Fritz."

Durch den Abend führte "quer"-Moderator Christoph Süß. Der Bayerische Rundfunk produzierte und übertrug die Gala wieder im BR Fernsehen.

Die Liste aller Preisträger

Nachwuchsförderpreis: Natalie Spinell für die BR-Serie „Servus Baby“

Beste Schauspielerin: Anna Schudt in „Aufbruch in die Freiheit“

Bester Schauspieler: Jan Josef Liefers in „Arthurs Gesetz“

Kultur und Bildung: Axel Brüggemann – für Moderation von den Wagner-Festspielen in Bayreuth

Kamera: Sonja Rohm für „Zersetzt – ein Fall für Dr. Abel“

Unterhaltung: Maren Kroymann

Auslandskorrespondent: Ulf Röller (ZDF)

Drehbuch: Holger Karsten Schmidt für „Gladbeck“

Produzent und Regisseur: Gero von Boehm für „Exodus? – Eine Geschichte der Juden in Europa“

Regie: Mark Monheim und Max Eipp für „Alles Isy“

Produzentin: Astrid Quentell für die Serie „Der Lehrer“ (RTL)

Sonderpreis: für die Serie „Das Boot“ (Sky)

Ehrenpreis: Fritz und Elmar Wepper

© BR

Roter Teppich, viele bekannte Fernseh- und Filmmenschen. Im Münchner Prinzregententheater ist heute der Bayerische Fernsehpreis verliehen worden. 13 Preise waren es insgesamt, 110.000 Euro Preisgeld. Aber in erster Linie geht´s natürlich um die Ehre.

Sendung

Bayerischer Fernsehpreis

Autor
  • Moritz Holfelder
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