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© BR - Jochen Wobser

Landesgartenschau Würzburg

In Würzburg entsteht auf dem ehemaligen Kasernengelände – einem insgesamt rund 125 Hektar großen Areal – entsteht ein neuer Stadtteil für mindestens 4.000 Bewohner. Nach Abschluss der Landesgartenschau wird aus dem Gelände ein gut 21 Hektar großer Park auf Dauer.

Die Landesgartenschau war Teil einer Stadtentwicklung auf einem ehemaligen Militärgelände. Nach dem Abzug der Amerikaner ist daraus dank der Landesgartenschau ein komplett neuer Stadtteil mit einem weitläufigen Wiesenpark entstanden. Drumherum wohnen und arbeiten mittlerweile Tausende Menschen. Der Campus der Uni Würzburg ist ebenfalls in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen.

In die Anlage von Grünflächen, Spielplätzen und Wegen wurden rund 18 Millionen Euro investiert. Gärtner hatten 3.500 Bäume und 30.000 Stauden gepflanzt. Für die Durchführung der Landesgartenschau waren etwa 13 Millionen Euro veranschlagt. Sie sollten über die Eintrittsgelder refinanziert werden.

In Würzburg wird die Forderung nach einer Planänderung für die Zeit nach der Landesgartenschau immer lauter. So forderte Antje Hansen, Architekturhistorikerin und Vorsitzende des Vereins der Würzburger Gästeführer, den Erhalt der ehemaligen Tankstelle der US Army und der dort untergebrachten Geschichtsausstellung über die Besiedlung des Hublands. Auf Initiative der Gästeführer wurde eine Online-Petition zum Erhalt der ehemaligen Tankstelle gestartet.

Landesgartenschau droht Millionenverlust

Bereits 40 Tage vor Ende der Landesgartenschau 2018 in Würzburg stand fest, dass die Zahl von 950.000 kalkulierten Besuchern nicht erreicht werden kann. Nun droht ein Millionenverlust. Kritiker einer Landesgartenschau in Schweinfurt sehen sich bestätigt.

Statt mit fast einer Million Besuchern rechnen die Veranstalter nun allenfalls noch mit 700.000 Gästen. Als Mitveranstalter muss die Stadt Würzburg dann möglichweise zwei Millionen Euro von den Kosten übernehmen.

Viel Kritik über soziale Medien über Würzburger Konzept

Allerdings wurde bereits kurz nach der Eröffnung am 12. April hauptsächlich über soziale Medien Kritik am Konzept verbreitet: zu weite Wege, zu viel Wiese, zu wenig Blumenbeete. Seit Juli verkehren nun zwei Elektrobähnchen kostenlos. An den Wegen wurden nachträglich dutzende von Pflanzkübeln aufgestellt. Die Organisatoren führen den Besuchereinbruch vor allem auf die lang anhaltende Hitzeperiode zurück.