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Die Kandidaten beim BR-Fünfkampf | BR24

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Die Kandidaten für den BR-Fünfkampf

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    Die Kandidaten beim BR-Fünfkampf

    Spannung im Landtagswahlkampf: Soeben traten im BR Fernsehen die Kandidaten von SPD, Freien Wählern, FDP, Linke und AfD gegeneinander an. Die Positionen waren konträr. Hier noch einmal die TV-Vertreter im Kurzporträt.

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    NATASCHA KOHNEN - SPD

    Die bayerische SPD-Chefin Natascha Kohnen steht vor einer großen Aufgabe: Die 50-Jährige muss versuchen, den SPD-Absturz in Bayern aufzuhalten. Kohnen ist eine Quer- und Späteinsteigerin in die Politik. Ein SPD-Parteibuch hat die studierte Biologin, die lange als Lektorin arbeitete, erst seit 2001. Zunächst war sie lange und erfolgreich kommunalpolitisch aktiv, im bayerischen Landtag sitzt sie seit 2008. Wenig später schlug sie der damalige SPD-Landeschef Florian Pronold als Generalsekretärin vor, auf den Posten gewählt wurde sie 2009. Im Mai 2017 wurde Kohnen schließlich zur neuen SPD-Landesvorsitzenden gewählt - zuvor hatte sie sich in einem Mitgliederentscheid gegen fünf männliche Mitbewerber durchgesetzt. Seit Dezember 2017 ist sie auch stellvertretende Bundesvorsitzende.

    © dpa / picture-alliance

    NATASCHA KOHNEN

    HUBERT AIWANGER - Freie Wähler

    Mangelndes Engagement kann man Hubert Aiwanger nicht gerade vorwerfen. Regelmäßig steht der Niederbayer auf großen und kleinen Bühnen, in Bierzelten und Fußgängerzonen, um für sich und seine Gruppierung zu werben. Und ohne ihn geht bei den Freien Wählern nichts. Der 47-jährige Agraringenieur ist in Personalunion bayerischer Landesvorsitzender, Landtagsfraktionschef, Bundesvorsitzender - und Spitzenkandidat für die Landtagswahl. Er kann lange Reden ohne jedes Manuskript halten. Aiwanger nimmt zudem für sich in Anspruch, auch außerhalb des Landtags viel politisch erreicht zu haben: mit dem Volksbegehren für die Abschaffung umstrittener Straßenausbaubeiträge beispielsweise, das die CSU zum Handeln zwang. Der Einzug in den Bundestag blieb den Freien Wählern bisher verwehrt, doch Aiwanger will ab dem Herbst im Freistaat mitregieren.

    © dpa / picture-alliance

    HUBERT AIWANGER

    MARTIN HAGEN - FDP

    Mit einem jungen Kandidaten an der Spitze will die FDP nach fünf Jahren Pause den Wiedereinzug in den Landtag schaffen. Der 37-jährige Martin Hagen, in Italien geboren und in Rosenheim aufgewachsen, hatte sich in einer Urwahl gegen eine ganze Reihe von Mitbewerbern durchgesetzt. Am Ende einer Stichwahl gelang ihm auch der Erfolg gegen den ehemaligen Landeschef Albert Duin. Der zweifache Vater ist äußerst redegewandt, kann überzeugend argumentieren - und kann quasi auf eine FDP-Karriere aus dem Bilderbuch verweisen: Politik-Studium, Unternehmensberater, Pressesprecher der bayerischen FDP-Landesgruppe im Bundestag, acht Jahre lang Hauptgeschäftsführer der bayerischen FDP, dann wieder selbstständiger Strategie- und Kommunikationsberater. Und jetzt bewirbt er sich nicht nur um ein Landtagsmandat, als Direktkandidat im Stimmkreis Rosenheim-Ost, sondern führt die FDP auch gleich noch als Spitzenkandidat in die alles entscheidende Wahl am 14. Oktober.

    © dpa / picture-alliance

    MARTIN HAGEN

    ATES GÜRPINAR - Die Linke

    Im "Bayerntrend" vom September lag die Linke bei fünf Prozent. Ihr Einzug wäre ein Novum in der Geschichte des bayerischen Landtags. Der Landeschef der Linken, Ates Gürpinar, ist erst seit 2010 Mitglied in der Partei. Er wuchs im hessischen Darmstadt auf, erst zum Studium an die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg zog es ihn nach Bayern. Heute wohnt der 33-Jährige im Münchner Glockenbachviertel. An Gürpinars Seite steht die parlamentarisch aus dem Bundestag viel Erfahrung mitbringende Eva Bulling-Schröter, die von 2007 bis 2016 auch Landeschefin der Linken in Bayern war.

    © pa/dpa

    ATES GÜRPINAR

    MARTIN SICHERT - AfD

    Martin Sichert sitzt im Bundestag und kandidiert nicht für den bayerischen Landtag. Seit November 2017 ist der verheiratete Vater Landesvorsitzender der bayerischen AfD. Geboren ist der 38-Jährige in Nürnberg, aufgewachsen in der Oberpfalz. Zunächst war der Diplom-Kaufmann Mitglied in der FDP (2001-2004) und in der SPD (2008), später dann wieder in der FDP. Mit dem Aufkommen der AfD trat Sichert wiederum bei den Freien Demokraten aus. Nach seiner Wahl zum AfD-Landeschef sagte Sichert in einem Interview, man wolle als zweitstärkste Kraft in den Landtag einziehen. Im jüngsten BayernTrend kam die Partei auf 11 Prozent.

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    MARTIN SICHERT

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    BR24

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