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Die Gegner von McDonald's feiern Jubiläum

Als Reaktion auf den Plan von McDonald’s, an der Spanischen Treppe in Rom eine Filiale zu eröffnen, haben vier italienische Journalisten in den 80ziger Jahren die "Slow-Food-Bewegung" ausgerufen. Vor 25 Jahren kam sie zu uns. Von David Friedman

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Die "Slow-Food-Bewegung", die ganz bewusst darauf achtet, dass die Nahrungsmittel aus der unmittelbaren Umgebung kommen und schonend zubereitet werden. ist vor 25 Jahren auch nach Deutschland übergeschwappt. In Bayern gibt es drei Städte, die sich zudem das Label 'CittàSlow' verdient haben: Hersbruck, Nördlingen und Berching in der Oberpfalz.

Im Berchinger Hotel-Restaurant 'Gewürzmühle' haben sie sich mit Haut und Haaren der 'Slow-Food'-Bewegung verschrieben. Am allerwichtigsten ist es für Junior-Chef Roman Salzer, dass die Produkte aus der unmittelbaren Nachbarschaft stammen. 'Slow Food' sei nicht die Idee langsamer zu kochen, sondern die Lebensmittel langsamer zuzubereiten.

Der 48-Stunden gegarte Schweinebauch schmeckt ganz hervorragend. Das Fleisch ist total zart. Dazu gibt’s einen Salat aus dem eigenen Garten. Dafür geht Küchenmeister Johann Lagan mehrmals am Tag hinters Haus, um Kräuter zu zupfen.

Vor 25 Jahren hat der Publizist und Weinhändler Eberhard Spangenberg, 'Slow-food' aus Italien nach Deutschland geholt. Dazu die Schnecke als Emblem der Bewegung und den Slogan: "Gut, Sauber, Fair".

Spangenberg hat damals den Verein 'Slow-Food-Deutschland' gegründet. Heute ist er nicht mehr von allen Zielen des Vereins überzeugt. Zum Beispiel, dass Slow-Food auch billig sein soll:

"Ich finde gute Lebensmittel müssen auch teuer sein. Sie sind wertvoll und teuer. ich bin dafür weniger Fleisch zu essen, aber besseres Fleisch zu essen. Und dann kostet halt ein Schweinebraten über 20 Euro."

Zur Ehrenrettung des Berchinger Schweinsbraten sei fest-gehalten: Er kostet nur 12,50 Euro.