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Die erste Woche Grundschule: Wie lief es in Kaufbeuren? | BR24

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Schule mit Abstandsregeln, Mund-Nasen-Maske und kleinen Klassen. Wie lief die erste Woche an der Grundschule in Kaufbeuren?

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Die erste Woche Grundschule: Wie lief es in Kaufbeuren?

Seit einer Woche sind die Viertklässler zurück in der Grundschule, heute kommen auch die Erstklässler dazu. Maskenpflicht, Abstandsregeln und Hygienevorschriften - kann das klappen bei den Kleinen? Eindrücke aus der Schraderschule in Kaufbeuren.

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Pause in Corona-Zeiten an der Schraderschule in Kaufbeuren heißt: Die Brotzeit gibt es nur im Klassenzimmer. Erst danach geht es raus in den Hof - natürlich mit Maske. Außerhalb der Klassenzimmer herrscht Mundschutzpflicht und überall müssen Schüler und Lehrer darauf achten, eineinhalb Meter Abstand einzuhalten.

Verunsicherung am ersten Schultag

Seit einer Woche gehen die ältesten Grundschüler jetzt wieder in die Schule. Am ersten Schultag habe man bei den Kindern schon eine Verunsicherung bemerkt, "da lag es einfach an uns Lehrern, diese Unsicherheit zu nehmen. Indem wir sie einfach lachend begrüßt haben und uns gefreut haben, dass sie da sind", erklärt Schulleiter Gerald Reglin.

Maske tragen in der Schule ist gewöhnungsbedürftig

Die Schülerinnen und Schüler hätten sich schnell an die neue Situation gewöhnt, auch wenn es ein bisschen schwierig sei, immer dran zu denken, die Maske anzuhaben. "Man ist es halt gewöhnt, dass man aufsteht und zu Freunden hingeht. Aber jetzt muss man ja Abstand halten und wenn man aufsteht, die Maske anziehen. Das ist schon gewöhnungsbedürftig", sagt Mia aus der 4a.

Unterricht mit der Hälfte der Klasse

Die Tische im Klassenzimmer stehen weit auseinander, an jedem Tisch sitzt nur ein Kind. Lehrerin Tanja Reckziegel unterrichtet jeweils nur die Hälfte ihrer Schüler im täglichen Wechsel. Das klappt viel besser als vorher gedacht: "Es haben sich alle doch so darauf gefreut, wieder zurück in die Schule zu kommen, dass sie alles Mögliche in Kauf nehmen, dass sie nicht wieder vielleicht doch irgendwann zuhause bleiben müssen."

Abstand halten - auch für Lehrer ungewohnt

Das Unterrichten in kleineren Klassen sei ganz angenehmen, sagt die Lehrerin, an den Mundschutz in den Gängen und auf dem Pausenhof muss aber auch sie sich noch gewöhnen. Das Schwierigste für alle: den richtigen Abstand einzuhalten. "Mir fehlt das total, dass wenn es einem Kind nicht gut geht, ich nicht hingehen kann. Und dass ich immer hier vorne stehen muss, das ist sicher das Schwierigste", sagt Reckziegel.

Defizite gezielt aufarbeiten

Auch Schulleiter Gerald Reglin ist zufrieden. Der Heimunterricht der letzten Wochen habe bei den meisten Schülern gut geklappt. Bei einigen Schülern gebe es zwar schon deutliche Defizite, die werden jetzt aber mit Hilfe einer Förderlehrerin gezielt aufgearbeitet. Montag kommen nun die Erstklässler zurück. Der Schulleiter ist gespannt, ob und wie es mit den Kleinsten und der Einhaltung der Corona-Regeln funktioniert.

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