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Die erste "Schutzinsel" für Kinder in Waldbüttelbrunn | BR24

© BR / Jochen Wobser

Für Kinder in akuten Notsituationen sind sie eine erste Anlaufstation: die "Waldbüttelbrunner Schutzinseln" an öffentlichen Orten vom Metzger bis zum Fitnessstudio. Jetzt hat die erste von knapp 30 "Schutzinseln" ihr unübersehbares Logo bekommen.

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Die erste "Schutzinsel" für Kinder in Waldbüttelbrunn

Für Kinder in akuten Notsituationen sind sie eine erste Anlaufstation: die "Waldbüttelbrunner Schutzinseln" an öffentlichen Orten vom Metzger bis zum Fitnessstudio. Jetzt hat die erste von knapp 30 "Schutzinseln" ihr unübersehbares Logo bekommen.

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Das Café "Libero53" ist Waldbüttelbrunns erste offizielle "Schutzinsel" für Kinder. Cafébetreiberin Barbara Libero und Gemeindejugendpfleger Michael Langhorst haben neben der Eingangstüre einen großen runden Aufkleber mit dem Logo der Aktion und der Aufschrift "Hier sind wir sicher" angebracht. Die neuen "Schutzinseln" sind öffentliche Anlaufstationen, wo Kinder und Jugendliche in akuten Notsituationen Hilfe bekommen sollen.

Hilfe für Kinder - vom verlorenen Handy bis zur akuten Bedrohung

Insgesamt sind bisher 29 Einrichtungen in Waldbüttelbrunn und den Ortsteilen Roßbrunn und Mädelhofen dem Aufruf des Gemeindejugendpflegers gefolgt, sich an der Aktion zu beteiligen - darunter Einzelhändler, Bäcker, Metzger, ein Fitnessstudio, die Sparkasse, die Bücherei und auch einige Familien, die ihr Zuhause als vorübergehende "Schutzinsel" anbieten. Laut Michael Langhorst soll das Angebot "möglichst niederschwellig" sein:

"Es geht hier auch, aber eben nicht nur um die Extremsituationen, in denen sich ein Kind verfolgt oder bedroht fühlt. Es geht auch um die Situationen, wenn sich ein Kind verlaufen hat, sein Handy oder Schlüssel verloren hat, wenn mal die Fahrradkette runtergesprungen ist oder wenn es in Strömen regnet und sich das Kind unterstellen möchte." Michael Langenhorst, Gemeindejugendpfleger Waldbüttelbrunn

Idee für die "Schutzinseln" stammt aus NRW

Die Anregung für das Projekt kam von einer Bürgerin aus dem Ortsteil Mädelhofen, die ein ähnliches Angebot in der Nachbargemeinde Kist für gut befunden hat. Das Konzept stamme ursprünglich vom Kinderschutzbund der Stadt Soest in Nordrhein-Westfalen, so Michael Langenhorst. Dort laufe es bereits seit zehn Jahren mit großen Erfolg.

© BR/Jochen Wobser

Logo der Aktion "Waldbüttelbrunner Schutzinsel"

Waldbüttelbrunns Gemeindejugendpfleger hat sich bei den Initiatoren in Soest beraten lassen und ein Konzept für seine Anbieter der "Schutzinseln" ausgearbeitet – mit Handlungsanweisungen, Tipps und Telefonnummern von Polizei oder Jugendbehörden für den Ernstfall. Mit einem Flyer an alle Haushalte, Schulen und Vereine wird auf die "Schutzinseln" aufmerksam gemacht. Außerdem will Michael Langenhorst das Projekt persönlich in Schulen vorstellen.

"Schutzinseln" werden an Schulen und in Vereinen vorgestellt

Er hofft, dass sich noch weitere Interessenten als Anbieter einer "Schutzinsel" melden. Seiner Ansicht nach müssen sich Heranwachsende in der knapp 5.000-Einwohner-Gemeinde bisher nicht besonders unsicher fühlen, man wolle aber "alles dafür tun, dass Kinder und Jugendliche in Waldbüttelbrunn optimale Lebensbedingungen vorfinden" – und dazu gehöre "auch, dass sie sie in der Gemeinde immer sicher und gut aufgehoben" fühlen.

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