BR24 Logo
BR24 Logo
Bayern

Die Einrichtung in Ingolstadt vor dem Umbruch | BR24

© dpa/pa/Sven Hoppe

Max-Immelmann-Kaserne bei Ingolstadt

Per Mail sharen
Teilen

    Die Einrichtung in Ingolstadt vor dem Umbruch

    Ab Anfang September sollen sie stehen: die neuen Asylzentren für Flüchtlinge "mit geringer Bleibewahrscheinlichkeit". Das eine in Bamberg, das andere in Ingolstadt.

    Per Mail sharen
    Teilen

    Im Ingolstädter Aufnahmezentrum sollen 1.500 Balkanflüchtlinge möglichst schnell das Asyl-Verfahren durchlaufen. Verteilt werden sie auf drei Standtorte in oder nahe der Stadt: die Max-Immelmann Kaserne in Oberstimm sowie zwei Containerdörfer in Ingolstadt.

    Die Unsicherheit ist groß

    Eines der Containerdörfer nennt sich P3 und liegt beim Audi-Sportpark. Derzeit ist es noch eine Erstaufnahmeeinrichtung. Schon heute leben dort viele Flüchtlinge aus dem Balkan. Die dort lebenden Menschen wissen offiziell noch gar nichts von den Plänen der Regierung. Das versichert Walbona aus dem Kosovo:

    "Die reden hier nicht viel mit uns. Aber ich habe natürlich gehört, dass hier nur noch Leute vom Balkan sein sollen. Für ein, zwei Monate und dann geht´s wohl zurück nach Hause." Walbona aus dem Kosovo

    Walbona macht sich keine Illusionen. Sie fürchtet sich vor dem Spezialcamp für Balkan-Flüchtlinge. Auch wenn das Leben im Container in den Hitzewochen nur schwer auszuhalten war, ist es für die junge Mutter keine Frage, ob sie lieber im Camp lebt oder im Kosovo:

    "Hier im Camp ist es besser. Wenn wir zurück müssen, wird das schrecklich. Zuhause müssen wir mit 30 Leuten in einem Haus leben. Wenn mein Mann und ich und die ganze Familie keine Arbeit haben, dann reicht das Geld nicht, z.B. um Windeln zu kaufen." Walbona

    Weiterführung der Asylsozialberatung unklar

    Offen ist auch, ob es ab September im neuen Aufnahmezentrum nur für Balkanflüchtlinge noch eine unabhängige Asyl-Sozialberatung geben wird. Auf Nachfrage des Bayerischen Rundfunks erklärt die Caritas, sie habe bislang "keine Planungssicherheit".

    Konkret heißt das: Ob die beiden Caritas-Mitarbeiter, die derzeit in der Einrichtung die Flüchtlingen beraten, auch im September dort noch helfen dürfen, ist ungewiss.