BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Die drei bayerischen Corona-Hotspots liegen in Oberfranken | BR24

© dpa-Bildfunk/Nicolas Armer
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Nicolas Armer

Der Landkreis Kulmbach verzeichnet im bayernweiten Vergleich den dritthöchsten Corona-Inzidenzwert.

22
Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Die drei bayerischen Corona-Hotspots liegen in Oberfranken

Hof, Kronach und Kulmbach: In dieser Reihenfolge listet das Robert-Koch-Institut aktuell die bayerischen Regionen mit den höchsten Corona-Inzidenzwerten. Zwei der drei oberfränkischen Hotspots hatten zuletzt besonders strenge Maßnahmen ergriffen.

22
Per Mail sharen
Von
  • Lasse Berger

Die Regionen mit den drei höchsten Corona-Inzidenzwerten in Bayern liegen aktuell alle in Oberfranken. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) meldet die Stadt Hof mit einem Inzidenzwert von 395 den zweithöchsten in Deutschland. Zur Einordnung: Mit einer 7-Tage-Inzidenz von 537 führt der thüringische Landkreis Greiz die bundesweite Statistik derzeit an. (Stand: 03.04.21, 03.08 Uhr)

Hof: Erster Widerstand gegen Maskenpflicht auf Spielplätzen

Vor dem Hintergrund des hohen Infektionsgeschehens gilt in der Stadt seit einem Tag eine Maskenpflicht für Kindern auf Spielplätzen. Auf Anfrage des BR hat die Polizei Hof bislang keine Verstöße gegen diese Maßnahme feststellen können. Bei sonnigerem Wetter werde in den nächsten Tagen auf Spielplätzen in der Stadt Hof stärker kontrolliert. Wie der Sprecher der Polizei weiter mitteilte, ist für den kommenden Montag eine Demonstration gegen die Maskenpflicht auf Spielplätzen angemeldet. Bei der von Eltern initiierten Veranstaltung werden auf dem Spielplatz hinter dem Hofer Untreusee etwa 30 Menschen erwartet.

Kronach: Flächendeckendes Infektionsgeschehen wegen Mutationen

Im bayernweiten Vergleich der Inzidenzwerte folgt hinter der Stadt Hof der Landkreis Kronach. Hier beträgt der 7-Tage-Inzidenz-Wert 343,1. Das Landratsamt sprach in diesem Zusammenhang zuletzt von einem flächendeckenden Infektionsgeschehen. Nach Angaben der Behörde seien neben Schulen, Kitas und Tagespflegen auch eine Asylbewerberunterkunft sowie mehrere Betriebe von dem Virus betroffen. Bei den meisten Infektionsfällen werde im Landkreis mittlerweile eine mutierte Variante des Virus nachgewiesen.

Kulmbach: Katholische Kirche sagt Gottesdienste ab

Mit dem Landkreis Kulmbach liegt auch das Gebiet mit dem dritthöchsten Inzidenzwert Bayerns in Oberfranken. 334 Neuinfektionen innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohner meldet das RKI für die Region, die neben der Stadt Hof ebenfalls mit einer in Bayern strengen Maßnahme aufgefallen war: Die katholische Kirche im Landkreis Kulmbach sagte nämlich fast alle Präsenzgottesdienste im April ab.

Oberfranken: Drei Regionen unterschreiten Corona-Inzidenzwert von 100

Einen Inzidenzwert von unter 100 weisen derzeit drei oberfränkische Regionen auf: Neben den Landkreisen Bamberg (80,2) und Forchheim (84,3) liegt die Stadt Coburg mit einem Inzidenzwert von 99,8 knapp unter 100.

Im Zuge der Osterfeiertage kann es aufgrund von Verzögerungen zu verschiedenen Werten bei unterschiedlichen Behörden kommen. Während das RKI für die Stadt Hof, wie bereits beschrieben, einen Inzidenzwert von 395 verzeichnet, meldet das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) für die Stadt Hof einen Wert von 410.

© BR
Bildrechte: BR

Wegen steigender Inzidenzzahlen wurden in Hof ab Karfreitag die Corona-Regeln noch einmal verschärft. Auf Spielplätzen gilt eine Maskenpflicht - auch für Kinder über sechs Jahren.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!