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Dialog mit Merkel: Wunsiedler Landrat verteidigt Teststrategie | BR24

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Konnte sich in der Videoschalte die Sichtweise der Kanzlerin und den Ministern anhören: Wunsiedels Landrat Peter Berek.

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Dialog mit Merkel: Wunsiedler Landrat verteidigt Teststrategie

Bei der Video-Konferenz mit Kanzlerin Merkel hat der Landrat von Wunsiedel eine größere Testkapazität in den Grenzregionen zu Tschechien gefordert. Die Oberbürgermeisterin und der Landrat von Hof machten sich indes für mehr Corona-Impfstoff stark.

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Von
  • Kristina Kreutzer
  • Annerose Zuber

Bei einer Videokonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) konnte der Wunsiedler Landrat Peter Berek (CSU) einige wichtige Punkte anbringen, die in der Pandemiezeit die Grenzregion belasten. Besonders die ostbayerischen Landkreise Wunsiedel, Hof und Tirschenreuth sind schwer betroffen.

Mehr Corona-Schnelltests für den Landkreis Wunsiedel

Die Inzidenzen seien in den Regionen sehr hoch, da derzeit auch viel getestet werde. An dieser Teststrategie müsse man festhalten, so Berek. "Wir müssen testen, testen, testen – und dafür brauchen wir die Testkapazitäten." Der Landrat bat deshalb um Unterstützung von Bund und Land. Denn im Landkreis Wunsiedel will man noch gezielter Schnelltests in Unternehmen und Schulen einsetzen.

Der Austausch zwischen Kanzlerin und der Basis sei wichtig gewesen, so Berek weiter. Auch um die Sichtweise von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zu hören, aber auch die Anliegen der anderen Kollegen und Kolleginnen bayernweit. "Dieser Austausch generiert auch ein neues, eigenes Bild auf die Situation", so Berek.

Berek fordert Pendelquarantäne für Grenzregionen

Der Wunsiedler Landrat gab in der Sitzung auch zu bedenken, dass bei den verschärften Grenzkontrollen zu Tschechien nachgebessert werden müsse. Es könne nicht sein, dass tschechische Mitarbeiter in der Region untergebracht werden. "Wir brauchen einen Grenzriegel mit einer Kontrolle, einer verpflichtenden Testung und einer Pendelquarantäne zum Arbeitsplatz und zurück – dann hätten wir ein gutes System", so der Landrat. Auch, so Berek, wäre eine klare Impfstrategie wünschenswert. Stark betroffene Landkreise sollten gezielt versorgt werden.

Hof: Döhla und Bär machen sich für mehr Impfstoff stark

"Verhalten" haben Merkel und Spahn indes auf die Forderung aus Hof und anderen Grenz-Landkreisen nach mehr Impfstoff reagiert. Dies erklärte Hofs Oberbürgermeisterin Eva Döhla (SPD) nach der zweistündigen Video-Konferenz. Döhla und der Hofer CSU-Landrat Bär sind sich einig, dass angesichts der hohen Inzidenzzahlen in den bayerischen Grenzregionen zum Virusmutationsgebiet Tschechien mehr Impfstoff ein Baustein in der Eindämmung der Corona-Ausbrüche sei. Davon profitiere letztendlich ganz Deutschland, so Landrat Bär im BR-Gespräch. Deshalb werden die Kommunalpolitiker das Thema weiterverfolgen. "Es gilt dicke Bretter zu bohren, damit auch wir in unsere Region eine Perspektive bekommen", so Bär.

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