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Dialog mit der Kanzlerin: Landräte aus der Grenzregion mit dabei | BR24

© pa/dpa/Michael Kappeler

Etwa 100 Teilnehmer werden bei der Videokonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet, zu der alle Landräte und Oberbürgermeister aus Bayern eingeladen sind. Auch die Landkreischefs von Wunsiedel und Hof nehmen an dem Treffen teil.

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Dialog mit der Kanzlerin: Landräte aus der Grenzregion mit dabei

Etwa 100 Teilnehmer werden bei der Videokonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet, zu der alle Landräte und Oberbürgermeister aus Bayern eingeladen sind. Auch die Landkreis-Chefs von Wunsiedel und Hof nehmen an dem Treffen teil.

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Von
  • Kristina Kreutzer
  • Richard Padberg

Alle bayerischen Landräte und Oberbürgermeister können am Freitag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in einer Videokonferenz über kommunale Themen sprechen. Zu dem Austausch auf Distanz werden etwa 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet.

Landräte aus der Grenzregion kämpfen täglich gegen Corona

Auch der Wunsiedler Landrat Peter Berek (CSU) wird diese Möglichkeit nutzen. Er sei froh, dass die Basis überhaupt die Chance bekomme, in den Dialog zu treten, so Berek auf BR-Nachfrage. "Denn wir in den Landkreisen haben jeden Tag die Pandemie ganz praktisch zu managen. Die Kanzlerin gibt mit den Länder-Ministerpräsidenten die Richtlinie vor. Da erwarte ich, dass die Probleme und Erfahrungen vor Ort in diese Entscheidungen einfließen", so der Landrat.

Einreisebeschränkungen möglichst rasch beenden

Da allerdings etwa 100 Personen in der Schalte sein werden, sei er gespannt, wer überhaupt zu Wort kommen werde. Für den Wunsiedler Landrat gibt es vor allem ein ganz brisantes Thema: die Grenzsituation. Wie soll es gelingen, grenzüberschreitende Maßnahmen zu unterstützen, damit die Grenzschließung möglichst schnell beendet werden kann? Diese Frage würde Berek morgen gerne von der Kanzlerin beantwortet bekommen.

Kanzlerin darf Grenzregionen nicht vergessen

Dem oberfränkischen Landrat ist es wichtig, dass seine Region nicht vergessen oder abgestempelt wird. "Wir brauchen Perspektiven, vor allem auch für unsere Familien, für die Schulen aber auch für unsere vielen Betriebe und Einrichtungen, die geschlossen sind oder Einschränkungen haben."

Grenzland-Landkreise können überflüssigen Impfstoff verwenden

An dem Dialog mit der Kanzlerin wird auch der Hofer Landrat Oliver Bär (CSU) teilnehmen. Er will die hohen Inzidenzwerte in der Grenzregion zu Tschechien ansprechen. Die hohen Inzidenzwerte müssten bekämpft werden. Darüber hinaus fordert der Landrat eine Immunisierungsstrategie. Wesentlich sei die Versorgung mit Impfstoff. "Wenn in Regionen Überschuss an Impfstoffen besteht, die nicht verimpft werden, sind diese den anderen Regionen zur Verfügung zu stellen." Der Landkreis Hof habe ein entsprechendes Impfkonzept erarbeitet und könne dies in der Region auch umsetzen.

Corona-Verordnungen von Bund und Land nicht immer nachvollziehbar

Coburgs Oberbürgermeister Dominik Sauerteig (SPD) erhofft sich von dem Gespräch mit der Kanzlerin schonungslose Selbstkritik in Sachen Corona-Politik. Die Vorgaben von Bund und Land seien nicht immer nachvollziehbar. Außerdem erwartet er bei aller notwendigen Vorsorge einen durchdachten Fahrplan hin zur Normalität und keine Entscheidungen per Salami-Taktik.

Wirtschaftshilfen für Einzelhandel in den Kommunen notwendig

Auch Coburgs Landrat Sebastian Straubel (CSU) freut sich, dass sich Kanzlerin Merkel Zeit nimmt. Das wichtigste Thema sei für ihn die Wirtschaftshilfe zur Unterstützung der heimischen Betriebe und Einzelhändler und aller von der Corona-Pandemie Betroffener. Auch er wünscht sich eine Perspektive, wie es beim Thema Corona weitergehe.

Beim Dialog mit Angela Merkel ist auch Markus Söder dabei

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird am Freitagvormittag gemeinsam mit Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) den Landräten und Oberbürgermeistern Rede und Antwort stehen.

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