Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Diakonie Bayern fordert mehr Anerkennung für FSJ | BR24

© picture-alliance/dpa

Bufdi bei der Arbeit

Per Mail sharen

    Diakonie Bayern fordert mehr Anerkennung für FSJ

    Am 1. September sind nicht nur die neuen Azubis gestartet, sondern auch diejenigen, die ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) absolvieren. Die Diakonie Bayern mit Sitz in Nürnberg fordert, dem FSJ mehr Anerkennung zukommen zu lassen.

    Per Mail sharen

    Das freiwillige soziale Jahr muss attraktiver werden, sagt Holger Kalippke, Teamleiter der Freiwilligendienste der Diakonie Bayern. Zum Beispiel durch verbilligte Zugänge zu kulturellen Einrichtungen für Jugendliche oder bessere finanzielle Unterstützung der Einsatzstellen. Außerdem sollte deutlich gemacht werden, dass sich das FSJ auszahle.

    "Es ist ein Vorpraktikum, eine berufliche Orientierung – und die kann man später auch gut nutzen." Holger Kalippke, Teamleiter der Freiwilligendienste der Diakonie Bayern

    Gleichzeitig stärke ein FSJ das Selbstbewusstsein der Jugendlichen und vermittle ihnen pädagogische und hauswirtschaftliche Kenntnisse.

    Diskussionen in der Politik

    Eine Absage erteilte Kalippke dagegen der Idee, aus dem FSJ ein verpflichtendes Dienstjahr zu machen.

    "Sowohl der Bundesfreiwilligendienst als auch das Freiwillige Soziale Jahr haben das Freiwillig im Titel. Das sollte nicht verpflichtend sein, damit die Teilnehmer auch hochmotiviert in die Einrichtungen gehen." Holger Kalippke, Teamleiter der Freiwilligendienste der Diakonie Bayern

    Der Plan von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), einen Rechtsanspruch auf das FSJ einzuführen, sieht Kalippke kritisch. Zwar sei ein Rechtsanspruch erfreulich, da er das FSJ aufwerte. Andererseits werden aber organisatorische Fragen aufgeworfen, zum Beispiel ob Jugendliche Anspruch auf einen ganz bestimmten FSJ-Platz haben oder nicht.

    Kitas und Pflegeheime beliebt

    Im vergangenen Jahr leisteten 4.024 Freiwillige ein FSJ in Bayern, auch in diesem Jahr sind die meisten Stellen in Bayern besetzt. Vor allem Einrichtungen für Kinder und Jugendliche sowie Einrichtungen für kranke Menschen sind weiterhin beliebte FSJ- Plätze.