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Runder Tisch mit Aiwanger zu US-Truppenabzug

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Runder Tisch mit Aiwanger zu möglichem US-Truppenabzug

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger trifft sich im Landratsamt Amberg-Sulzbach mit Vertretern der Anrainerkommunen des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr. Das Thema des runden Tisches: der geplante Teilabzug von 5.500 US-Soldaten.

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Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger trifft sich heute Vormittag in Amberg mit Vertretern der Anrainerkommunen des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr. Thema des Runden Tisches ist der geplante Teilabzug von 5.500 US-Soldaten von den Standorten Grafenwöhr und Vilseck. Die Staatsregierung hat bereits ihre Unterstützung zugesagt, sollten die Soldaten tatsächlich abgezogen werden.

"Schnell die richtigen Weichen stellen"

Aiwanger wolle als Wirtschaftsminister frühzeitig mit den Betroffenen sprechen, "um schnell die richtigen Weichen zu stellen", heißt es im Vorfeld des Runden Tisches. Bereits seit vergangenem Jahr sei er mit den Anrainerkommunen der Truppenübungsplätze Grafenwöhr und Hohenfels in Kontakt, nun soll es auch um den geplanten Teilabzug der Soldaten gehen.

Rund 3.000 Arbeitsplätze gefährdet

Ende Juli hat US-Verteidigungsminister Marc Esper im Pentagon verkündet, dass 4.500 Soldaten aus Vilseck und voraussichtlich weitere 1.000 Soldaten aus Grafenwöhr abgezogen oder verlegt werden sollen. Derzeit sind 15.000 US-Soldaten in der Oberpfalz stationiert. Die Standorte Grafenwöhr, Vilseck und Hohenfels bleiben erhalten.

Kommunalpolitiker fürchten einen wirtschaftlichen Einbruch, wenn die Kaufkraft Tausender Amerikaner in der Oberpfalz weg fällt. Allein in Vilseck kommen zu den 4.500 Soldaten rund 9.000 Familienangehörige, die plötzlich weg wären, rechnet Bürgermeister Hans-Martin Schertl vor. Außerdem ist die US-Armee einer der größten Arbeitgeber in der nördlichen Oberpfalz. Laut einem Sprecher der US-Armee arbeiten 3.000 Deutsche auf dem Truppenübungsplatz.

Truppenabzug momentan nur Grobkonzept

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat den Kommunen kurz nach der Verkündung der Pläne im Pentagon Unterstützung zugesagt. Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) sowie Finanz- und Heimatminister Albert Füracker (CSU) bekräftigten das Versprechen Ende August in Vilseck. Noch ist der geplante Teilabzug der US-Soldaten ein Grobkonzept, hieß es Ende August von der Staatsregierung. Ein detailliertes Konzept sowie einen Zeitplan dafür gebe es noch nicht.

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