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DGB rügt s.Oliver wegen betriebsbedingter Kündigungen | BR24

© dpa Picture-Alliance Chris Rügge

DGB rügt s.Oliver wegen betriebsbedingter Kündigungen

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    DGB rügt s.Oliver wegen betriebsbedingter Kündigungen

    Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat dem Bekleidungsunternehmen s.Oliver wegen der angekündigten Kündigung von 170 Mitarbeitern Skrupellosigkeit vorgeworfen. Die Kündigungen betreffen den Hauptsitz in Rottendorf (Lkr. Würzburg).

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    s.Oliver hatte Anfang der Woche angekündigt, die Unternehmensgruppe neu zu strukturieren und sich in diesem Zug auch von Mitarbeitern zu trennen. Die Entscheidung, Stellen zu streichen, sei sehr schwer gefallen und Alternativen wurden sorgfältig geprüft, so eine Stellungnahme. Man habe den betroffenen Mitarbeitern großzügige Abwicklungsverträge angeboten.

    "Mit dem grundlegenden Umbau unseres Unternehmens wollen wir den langfristigen Erfolg der s.Oliver Group in einem herausfordernden Marktumfeld sichern - und damit auch die verbleibenden rund 6.000 Arbeitsplätze weltweit." Schriftliche Erklärung des Unternehmens

    Nach Gewerkschaftsangaben handelt es sich um 170 der insgesamt 1.500 Beschäftigten in Rottendorf. Besonders tragisch für die Betroffenen wird sich aus DGB-Sicht nun der fehlende Betriebsrat auswirken. Denn mit einem solchen hätte zumindest ein vernünftiger Sozialplan ausgehandelt werden können. Ohne diesen seien die Beschäftigten dem Wohlwollen der Firmenleitung ausgeliefert, bemängelte der DGB.

    Schlag ins Gesicht der Mitarbeiter

    "Gerade in diesen ungewissen Zeiten müssten Arbeitgeber und Arbeitnehmer zusammenhalten, um gemeinsam die Krise durchzustehen", erklärte DGB- Kreisvorsitzende Karin Dauer. DGB-Sekretär Viktor Grauberger fügte hinzu: "Erst rund 45 Millionen Euro Gewinn machen, im nächsten Schritt jedoch mehr als ein Zehntel seines Personal rauszuwerfen - das ist ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die die Umsätze und Gewinne für das Unternehmen erarbeitet haben."

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