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DGB kritisiert BAT-Management als skrupellos | BR24

© picture-alliance/dpa

Matthias Jena, Chef DGB Bayern

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    DGB kritisiert BAT-Management als skrupellos

    Skrupellosigkeit und Profitgier wirft der Vorsitzende des DGB Bayern dem Management des Zigarettenherstellers British American Tobacco (BAT) vor. Er war heute zu einem Solidaritätsbesuch in das Bayreuther Werk gekommen.

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    Bis Mitte 2018 will BAT in Bayreuth insgesamt 950 Stellen abbauen und nach Osteuropa verlagern. Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) Bayern, Matthias Jena, kritisiert diese Entscheidung heftig. Die Manager in London hätten den Blick für die Menschen verloren, die in all den Jahren die Gewinne des Konzerns erwirtschaftet haben, so Jena.

    "Hier geht es einzig und alleine darum, aus ganz viel Gewinn noch mehr Gewinn zu machen. Die Gier mancher Manager ist einfach unersättlich – alles auf dem Rücken der Beschäftigten, deren Familien und einer ganzen Region." Matthias Jena, Vorsitzender DGB Bayern

    Mehr Wirtschaftsdemokratie

    Er forderte zudem vom Unternehmen mehr Wirtschaftsdemokratie ein. Darunter versteht Jena ein Mitbestimmungsrecht der Belegschaft bei Entscheidungen, bei denen es im Kern um nichts anderes als um eine Standortverlagerung zur Gewinnmaximierung geht.

    Mitarbeiter fordern soziale Verantwortung

    In der kommenden Woche sollen die Verhandlungen um einen Sozialplan für die betroffenen Mitarbeiter voraussichtlich abgeschlossen werden. Um bis dahin nochmals Stärke zu demonstrieren, halten Gewerkschaft, Betriebsrat und Mitarbeiter derzeit Mahnwache. Bis zum Verhandlungsende soll außerdem ein Mahnfeuer vor dem Werk brennen. Geplant sind dazu immer wieder kleine Kundgebungen und Aktionen.