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Deutsches Museum: So läuft es auf der Großbaustelle | BR24

© BR/Julia Haas

5 Jahre nach dem Ausräumen: Die ersten Ausstellungsräume werden langsam fertig.

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Deutsches Museum: So läuft es auf der Großbaustelle

Seit Jahren ist das Deutsche Museum eine Großbaustelle. Nach unvorhergesehenen Bauproblemen und Geldsorgen werden langsam die ersten Räume fertig. Im dritten Stock kommen die ersten Exponate schon wieder an ihren Platz.

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Die alte Almhütte steht schon wieder. Vor fünf Jahren musste sie Balken für Balken abgebaut werden. Auch die Sudkessel am anderen Ende des Raumes sind schon aufgebaut. Sie haben gerade so in den Lastenaufzug gepasst. Hier wird die neue Ausstellung "Landwirtschaft und Ernährung" entstehen.

Die alte Ausstellung hatte ihren Fokus eher auf Landmaschinen und Technik. 50 Jahre wurde am Konzept nichts verändert, jetzt sollen die Räume einen anderen Schwerpunkt bekommen. Maschinen werden trotzdem noch zu sehen sein, zum Beispiel ein Feldroboter, eine moderne Sämaschine, genauso wie ein historischer Traktor. Doch es soll jetzt auch um Pflanzenbau, Tierhaltung und den Verbraucher gehen.

8.000 Exponate müssen an neuen Platz

Bis Ende 2021 will das Deutsche Museum den ersten von zwei Renovierungsabschnitten fertigstellen und wieder eröffnen. Bis dahin gibt es noch einiges zu tun. Insgesamt 8.000 Exponate müssen an ihren neuen Platz. 19 von 21 Ausstellungen werden komplett neu gestaltet.

Vollständige Sanierung geplant bis 2028

Die vollständige Modernisierung des Deutschen Museums soll nun nicht wie ursprünglich geplant bis 2025, sondern bis 2028 abgeschlossen sein, passend zum 125-jährigen Gründungsjubiläum. Die Sanierung des zweiten Bauabschnittes wird sechs Jahre dauern. Dafür haben Bund und Land dem Deutschen Museum weitere Fördermittel in Höhe von 300 Millionen Euro zugesagt.

Museum leidet unter Corona-Krise

Das Museum bleibt auch während der Renovierung dauerhaft geöffnet. Die Corona-Krise hat sich allerdings auch auf die Besucherzahlen ausgewirkt. Am schlechtesten Tag waren insgesamt nur 91 Besucher im Museum, normalerweise sind es an die 8.000. Im Vergleich zum Vorjahr hatte das Deutsche Museum im ersten Halbjahr fast zwei Millionen Euro weniger Einnahmen.

Gerade Schulklassen und Touristen machen viel aus - und die kommen eben gerade nicht ins Deutsche Museum, so Generaldirektor Wolfgang Heckl. Doch zumindest auf die Baustelle habe die Corona-Krise bisher keine größeren Auswirkungen gehabt.

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Das Geld kommt zum kleineren Teil von Sponsoren und vor allem vom Bund und dem Freistaat Bayern. Seit fünf Jahren wird saniert - jetzt geht erste Abschnitt in die Zielgerade.

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