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Deutscher Menschenrechts-Filmpreis an Flüchtlingsdrama | BR24

© Peter Gollong

Deutscher Menschenrechts-Filmpreis, der alle zwei Jahre in Nürnberg in sechs Kategorien vergeben wird.

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    Deutscher Menschenrechts-Filmpreis an Flüchtlingsdrama

    Ein Drama um ein beschädigtes und hoffnungslos überfülltes Flüchtlingsboot wird in diesem Jahr in der Kategorie Langfilm mit dem Deutschen Menschenrechts-Filmpreis ausgezeichnet. Der Preis wird im Zwei-Jahres-Turnus und in sechs Kategorien vergeben.

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    Wolfgang Fischers Geschichte "Styx" gewann in der Kategorie Langfilm, wie die Organisatoren des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises in Nürnberg heute bekannt gegeben haben. Auch in diesem Jahr waren Flucht, Fluchtursachen und die Lebenssituation Geflüchteter der wichtigste thematische Schwerpunkt, so die Veranstalter.

    Flucht und Geflüchtete als großes Thema

    "In den Filmen wurde erneut sichtbar, dass Menschenrechte weiter unter Druck stehen – in Europa, weltweit – aber auch in Deutschland. Besonders erfreulich in diesem Jahr sind die Vielzahl und die hohe Qualität der Einreichungen im Bereich Amateure", sagt Klaus Poth, einer der Veranstalter. Vier Fachjurys haben die Preisträger ausgewählt.

    "Der Tatortreiniger" unter den Preisträgern

    Als bester Kurzfilm wird "Joe Boots" von Florian Baron gekürt. Den Preis in der Kategorie Magazinbeitrag erhalten Naima El Moussaoui und Ralph Hötte für "Erst integrieren, dann abschieben: Deutschlands absurde Asylpolitik" aus dem Jahr 2017. In der Kategorie Hochschule wurde die Dokumentation "Thinikin like a Mountain" von Alexander Hick ausgewählt. Den Amateur-Preis bekommt Vanessa Ugiagbe mit ihrem Film "Just a normal Girl". Die Kategorie Bildung, die aus allen Einreichungen – in diesem Jahr 382 Produktionen – ausgewählt wird, bekommt die Folge "Sind Sie sicher?" aus der bekannten Fernsehserie "Der Tatortreiniger" von Arne Feldhusen aus dem Jahr 2016.

    Preisübergabe am 8. Dezember mit Joachim Gauck und Iris Berben

    Die Preise werden am 8. Dezember in der Nürnberger Tafelhalle überreicht. Als Festredner ist der frühere Bundespräsident und Schirmherr des Preises, Joachim Gauck, angekündigt. Laudatorin für die Preisträger wird die Schauspielerin und Präsidentin der Deutschen Filmakademie, Iris Berben, sein. Der Deutsche Menschenrechtsfilmpreis wird alle zwei Jahre vergeben, in diesem Jahr zum elften Mal.

    Derzeit tragen 21 Veranstalter den Wettbewerb, darunter bundesweit tätige Menschenrechts-, Bildungs-, Kultur- und Medieneinrichtungen, religiöse und kirchliche Einrichtungen, Gewerkschaften und kommunale Institutionen.