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Deutsche Umwelthilfe will auch die Stadt Würzburg verklagen | BR24

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© Bayern 1 Mittags in Mainfranken

Die Deutsche Umwelthilfe hat im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk angekündigt, Würzburg in Sachen Luftverschmutzung zu verklagen. Nun drohen Fahrverbote. Die Regierung von Unterfranken stellt ihre Sicht der Dinge dar.

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Deutsche Umwelthilfe will auch die Stadt Würzburg verklagen

Die Deutsche Umwelthilfe hat im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk angekündigt, Würzburg in Sachen Luftverschmutzung zu verklagen. Nun könnten Fahrverbote drohen. Die Regierung von Unterfranken hat jetzt ihre Sicht der Dinge dargestellt.

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Es geht insbesondere um zwei Straßen, an denen die Grenzwerte überschritten werden: die Theaterstraße und die Grombühlstraße. In einem Schreiben vom 5. Dezember hatte sie sich an die Regierung von Unterfranken gewandt und eine Rückmeldung eingefordert - mit dem gestrigen Montag als Frist.

Die Bezirksregierung, die für die Luftreinhaltepläne in der Region verantwortlich ist, weist nun jegliche Kritik zurück und zeigt kein Verständnis für die Klageandrohung.

Stickoxid-Mittelwert unterhalb des Grenzwertes gesunken

Erst vor wenigen Monaten sei die zweite Fortschreibung des Luftreinhalteplanes für die Stadt Würzburg abgeschlossen worden. Die Regierung geht davon aus, dass zum Beispiel durch die Modernisierung der ÖPNV-Flotte die "lufthygienische Situation vor allem in der Theaterstraße deutlich verbessern wird". Der Stickoxid-Jahresmittelwert sei an der Messstation Stadtring Süd von 42 Mikrogramm pro Kubikmeter im Jahr 2016 auf 38 im Jahr 2017 unterhalb des Grenzwertes gesunken. Vorläufige Auswertungen für 2018 ließen einen weiteren Rückgang der NO2-Immissionsbelastung erwarten, bestätigte auch die Stadt Würzburg.

Bündel von Maßnahmen zur Schadstoffreduktion

Die Stadt verweist zudem auf ein ganzes Bündel von Maßnahmen, mit dem die Schadstoffe im Stadtverkehr reduziert werden sollen. Dazu gehören zum Beispiel eine intelligente Ampelsteuerung, die Umrüstung der Linienbusse mit Dieselfiltern und der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs.

Deutschen Umwelthilfe kündigt Klage an

Das alles ist der Deutschen Umwelthilfe noch zu wenig. Im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk erklärte Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, dass auf Jahre hinweg noch mit einer Überschreitung der Grenzwerte in der Theaterstraße und der Grombühlstraße zu rechnen sei. "Deswegen hat sich die Deutsche Umwelthilfe entschieden, dass wir hier jetzt doch den Klageweg gehen müssen".